5-Euro-Wein: die Alternativen

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Auf der Suche nach trinkbaren Weinen unter 5 Euro darf man an den Weinen in alternativen Verpackungen nicht vorbeigehen.  In Deutschland ist Jacques‘ der größte Anbieter an Bag-in-Box Weinen.  Um das 5 Euro / Flasche Kriterium zu erfüllen, darf der Liter nicht mehr als 6,66 € kosten. Fast alle der bei Jacques‘  im Weinschlauch angebotenen Wein erfüllen diese Bedingung.

Ab 2,80 € /Liter gibt es Landweine aus Frankreich und IGT aus Italien. Bordeaux weiß und rot für 4,45 bzw. 4,40 € pro Liter. Billige Weine oder preisgünstige Verpackung?

Die Lafages von SOPARDIS

Sophie und Jean-Paul Lafage von SOPARDIS

Wie an dieser Stelle schon einmal vorgerechnet, machen Verpackung und Transport für eine Flasche fast 0,80 € = 20% des (Netto)Preises aus.  Wir rechnen und stellen fest: Bei einem 10 Liter Weinschlauch ist die Ersparnis gegenüber Einzelflaschen am größten. Ein Bag-in-Box kostet rund einen Euro inklusive Umkarton, dagegen stehen 13 Flaschen, 13 Korken, 13 Etiketten, 2 Kartons a 6 Flaschen. Und das Ganze muß auch noch transportiert und gelagert werden werden! Die Flaschen sind zwar in den letzten Jahren leichter geworden, wiegen aber immer noch 400 bis 450 gr. Da stehen dann fast 6 Kilo Verpackung gegen das Leichtgewicht eines Weinschlauches. Zudem nehmen 13 Flaschen bei der Lagerung auch noch mehr Platz ein, als ein einzelner Bag-in-Box.

Also:  Entscheidet man sich für eine alternative Verpackung, hat man die Chance für 5 Euro einen besseren Wein zu bekommen. Das Testen möchte ich im konkreten Fall anderen überlassen.

Wer sich einmal vorurteilsfrei zum Thema Weinschlauch informieren  möchte, sollte einmal die Dokumente der letzten EU finanzierten Tagung zum Thema Bag-in-Box anschauen. Interessant ist die Liste der Teilnehmer an dem Projekt, dass schon seit einigen Jahren läuft: Hier beschäftigen sich ohne große Öffentlichkeit die Top Erzeuger, Verpackungsfirmen und Händler mit der Zukunft der Branche. Unter önologischen und ökologischen Gesichtspunkten gibt es wenig Alternativen: Für den Alltagswein liegt die Zukunft in der Weichverpackung. Viele Weinleute haben das noch nicht begriffen, für die Saftproduzenten ist es schon Alltag.

Jacques Héon, einer der Gründer von Jacques‘ und Bag-in-Box Pionier meinte schon vor Jahren: „Der Durchbruch für die Weinschläuche kommt, wenn ein Top-Erzeuger einen seiner Weine darin anbietet“. Bei SOPARDIS ist zwar nicht gerade Château Petrus zu finden, aber jede Menge Châteaus aus Bordeaux. Die Firma ist der lebende Beweis, dass auch hochwertige Weine in Bag-in-Box vermarktet werden können: sie ist seit 10 Jahren mit diesem Konzept am Markt.

PS Wer mal mit einem Winzer über seine Bag-in-Box Erfahrungen sprechen möchte, kann das sicher mit Winzer und Weinblogger Dirk Würtz tun. Edlen Wein in High-Tech Verpackung gibts auch bei hauswein.de

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Ein Kommentar

  1. Die Einsparungen beim Transport sind zwar nicht ganz so dramatisch, aber auch hier spart man auf den Liter bezogen 0,10 € oder mehr!

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