Berlin: größte Endverbraucher-Weinmesse

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Drangvolle Enge herrschte wieder an diesem Wochenende bei der Weinmesse Berlin im Rathaus Schöneberg. Bereits der Auftakt am Freitag ließ neue Besucherrekorde vermuten: über 15.000 Besucher wurden an den drei Tagen erwartet. Damit ist die Berliner Veranstaltung die größte Endverbraucher-Weinmesse in Deutschland. Nach Angaben des Ausrichters Deutsche Weinmarketing GmbH stellten über 350 Winzer, Weinhändler und Importeure mehr als 5.000 Weine zur Verkostung bereit. Mit der Messe verbunden ist die Berliner Wein Trophy, der Internationale Weinpreis der Stadt Berlin, deren Verkostung und Prämierung wegen der großen Zahl der Anstellungen diesmal auf 4 Tage ausgedehnt wurde. Sie findet vom 22. bis 25. Januar statt.

Weinmesse Berlin

Weinmesse Berlin

Die Weinmesse gibt es seit 1994. Für viele Anbieter ist sie zu einem festen Datum im Kalender geworden, um ihre Berliner Kunden persönlich zu treffen, die das Jahr über vom lokalen Handel oder der Gastronomie betreut werden. Thomas Wihler von der Kaiserstühler WG Wasenweiler: „Wir nutzen die Messe für den Kontakt zu unseren Direktkunden und machen Werbung für unsere Berliner Händler.“ Wihler stellte an seinem Stand gemeinsam mit der WG Waldulm die ersten 2008er Weissburgunder und Auxerrois vor.

Für Insider eine kleine Sensation war in diesem Jahr der Gemeinschaftsstand von 8 Händlern, die zum Weinbund Berlin gehören und seit Jahren nicht mehr auf der Weinmesse vertreten waren. Die Jahrespräsentation des Weinbundes ist der zweite feste Termin im Berliner Weinkalender. Jan Kiegeland vom Divinum Weinkontor: „Man kann nicht immer abstinent bleiben. Mit unserer eigenen Jahrespräsentation erreichen wir in erster Linie unsere engagierten und weinfachlich interessierten Stammkunden. Da ist die Weinmesse eine gute Ergänzung.“

Berliner Rotspon foto:pleitgen

Berliner Rotspon foto:pleitgen

Pünktlich zur Messe stellte der Berliner Weinhändler Ralf Kuhlow seinen „Berliner Rotspon“ vor. Kuhlow hat sich intensiv mit der Geschichte befaßt: Berlin-Cölln war zwar nie Hansestadt, da der Markgraf die Abgaben nicht bezahlen wollte, aber die Stadt pflegte sehr enge Bande zur Hanse und war seit 1293 bei den Hansetagen vertreten. Grund genug, für Kuhlow zusammen mit Cheval Quancard einen 2006er Bordeaux als „Berliner Rotspon“ in der Tradition der Hansestädte zu füllen und als Markenzeichen eintragen zu lassen. Nochmals zur Geschichte: das auf dem Etikett Berlin- und Touristenwirksam abgebildete Brandenburger Tor wurde erst 1788 errichtet. Da war die Hanse schon längst Geschichte.

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