Boom für Email und Newsletter

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Das Rennen auf die Fans ist eröffnet – spätestens seit HAWESKO auf Facebook  aktiv geworden ist, dürfte auch dem Letzten aus der Branche klar sein, dass man auch auf diesem Kanal aktiv zu sein hat.

Email-Marketing ist noch lange nicht ausgereizt

Grafik: ideagirlmedia /flickr/ CC BY-ND 2.0

Geschäfte werden dort einstweilen noch keine gemacht – ob es denn einmal so wird, steht in den Sternen: viele User möchten in Social Media nicht durch Werbung belämmert werden.

Während jeder jetzt Gehversuche auf Facebook, Twitter und Google + macht, scheint das gute, alte Email-Marketing etwas in Vergessenheit geraten. Scheint – denn die Unternehmen verschicken immer mehr Emails und Newsletter an ihre Kunden.

Eine Studie von Responsys deutet darauf hin, dass 2011 in den USA ein Rekordjahr des Email-Marketings war: “Die von Responsys beobachteten Händler haben im vergangenen Jahr ihren Kunden durchschnittlich 177 E-Mails gesendet. Das sind 16 Prozent mehr E-Mails als im Jahr 2010. Vergleicht man das mit den Werten von 2008 ist es sogar eine Steigerung von 51 Prozent” schreibt Nico Zorn in seinem EmailMarketing Blog dazu.

Eine Untersuchung  des ibi research Institutes an der Universität Regensburg setzen große und kleine Händler im Netz nach wie vor auf Suchmaschinenoptiermierung (77%) um besser gefunden zu werden und auf  Newsletter und Emailmarketing (51%) um ihr Angebot besser bekannt zu machen. Facebook (38%) und Twitter (22%) folgen unter ferner liefen.

Klar sind die Sozialen Medien wichtig – eines der wichtigen Zukunfts-Themen der Direktmarketer 2012 ist dann auch die Verknüpfung von Email, Social Media und Mobil.

Aber  trotzdem sollte jeder für seinen Betrieb einmal prüfen, ob er das Thema Emailmarketing schon ausgeschöpft hat. Im Gegensatz zu Facebook und Co ist es kein Zukunftsthema, man weiss bereits wie es funktioniert und das es verkauft.

In der weinaffinen Altergruppe 40+  hat es wesentlich größere Akzeptanz als die Sozialen Medien, jeder kennt Email aus seinem beruflichen Alltag, während Facebook, Twitter und G+ in dieser Altersgruppe doch eher für eine Spielwiese für Jugendliche angesehen wird.

Ein weiterer Vorteil: die Kunden oder die potentiellen Kunden können damit umgehen – sie wissen, wohin man klicken muss und sind sich ziemlich im Klaren darüber, was dann passiert. Und ganz wichtig: sie wissen, dass mit Emails und Neweslettern informiert und verkauft wird und sind von daher innerlich darauf eingestellt.

Auch für den Versender hat Emailmarketing viele Vorteile. Hier nur zwei: er kommt mit seiner Botschft zum Kunden, bestimmt den Zeitpunkt und die Inhalte – weitgehend ungestört vom Lärm und der Ablenkung, die in den Social Mediakanälen herrscht. Und zweitens: er hat es mit Personen zu tun, die ihn aktiv eingeladen und der Werbung zugestimmt haben. Er hat es selbst in der Hand, wie oft und wie er sie kontaktiert. Wie wichtig Frequenz und Zeitpunkt der Kontakte ist, weiss jeder der professionell Werbung treibt.

Untersuchungen in Social Media haben ergeben, daß 80% der Fans einer Firmenpage in erster Linie Gags und Gadgets erwarten und nie mehr wiederkommen, wenn nichts geboten wird. HAWESKO lobt zur Zeit den Gewinn von zwei Flaschen vom “besten Champagner der Welt” für ein neue Fans aus.

Zu einem erfolgreichen Emailmarketing gehört heute

  • ein gepflegter, top-aktueller Datenbestand
  • personifizierte und individualisierte Mails und Newsletter
  • eine ansprechnde Gestaltung
  • eine Profisoftware oder
  • die Zusammenarbeit mit einem professionellen Dienstleister zumindest
  • die Nutzung eines zertifizierten Versandservers (white listing)
  • das Angebot der Formate Text, HTML, Multipart
  • umfangreiche Auswertungen Bouncer, Öffnungen, Klicks

Wichtig ist auch, regelmäßig mit den Aussendungen beim Kunden zu sein und ihn nach dem Öffnen der Mail sicher zu dem ihn interessierenden Angebot auf einer funktionierenden Website zu leiten. Ein letztes Mal zu HAWESKO – ich denke, dass die Hamburger auf diese Art und Weise einen großen Teil ihres Online-Umsatzes erwirtschaften.

Das Zusammenwirken von Webseite, Shop, Email-Marketing und Social Media ist das Thema unseres nächsten Ganztages-Workshops für Winzer, Weingüter und Weinhändler am 31. März in Heilbronn.

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