E-Commerce Profis entdecken den Wein

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Wein geht online foto:Muffet/flickr

Wein geht online foto:Muffet/flickr

“Wir präsentieren jede Woche neue Weine und laden zum Entdecken ein. 52 Mal im Jahr einen neuen Wein, 52weine halt”. Damit ist der Name der neuen Wein-Plattform schon erklärt, die Anfang Juli offiziell gegründet wurde. 52weine gehört der französischen  Ventealapropriete.com und der Deutschen  Ecommerce Alliance Gruppe . Französisches Wein-Know-How trifft deutsche Online-Commerce-Profis!

Ventealapropriete ist der führende französische Wein-Shoppingclub. Weine zu Weingutspreisen heißt die Idee. Für Online-Shoppingclubs steht bei uns vor allem durch Brands4Friends. Die französische Entsprechung heißt Vente Privee. Die deutschen Partner waren bisher vor allem als Handy-Verkäufer und Online-Mobilfunkdiscounter unter dem Namen Getmobile bekannt.

In Frankreich bekommen Mitglieder zweimal pro Woche per Email ein Angebot von Ventealapropriete. Mitglied kann jeder werden. Das Angebot ist nicht verpflichtend: entweder man kauft oder eben nicht. Das Angbot gilt immer solange, wie der Vorrat reicht, bzw  wieviel von dem Wein verfügbar ist. Das wird bereits bei der Versendung des Angbotes mitgeteilt.  Die Anbieter können ihre Weine bei dem Portal anstellen,  eine Kommission aus drei Sommeliers entscheidet, ob das Angebot an die Ventaalapropriete Gemeinde weitergereicht wird. Die Weine werden über das Zentrallager von Ventaalapropriete in Dijon in maximal 7 Tagen geliefert. Im Prinzip für Ventaalapropriete kein Risiko: die Ware wird beim Lieferanten abgeholt, wenn sie bereits verkauft ist.

Die 52weine Seite mutet stellenweise an, als seien die Texte eins zu eins aus dem Französischen übersetzt. Trotzdem hat man sich auch in Deutschland Weinkompetenz ins Haus geholt: Michael Brecht, manchem von Downunder Wines als Australien Spezialist bekannt, fungiert als Geschäftsführer von 52weine. Beim Wein ist man wohl der Ansicht, geht es ganz ohne kompetentes Personal vor Ort nicht.

Die Deutschen betreiben bereits den Elektronik Shopping Club Pauldirekt der 52% der Beteiligung an 52weine hält. Mit Premigo, einem Mobilfunkvertreiber  und den Portalen shirtinator (Shirts) und pearlfection (Schmuck) ist die Muttergesellschaft auf weiteren Gebieten aktiv.

Was macht Wein für die Online-Spezialisten so interessant? Die weinaffine Internet-Gemeinde wächst: Angehörige der Mittelklasse, für die Wein zum Alltag gehört,  haben beruflich und privat Online-Zugang und kaufen dort bereits in großem Umfang Bücher, Elektronik, Flüge und Reisen. Auf der anderen Seite steht ein Wein-Überangebot und Betriebe, die selbst über das Internet keine Möglichkeit haben, ihr Angebot wirklich nach vorne zu bringen.  Mit Angeboten zu Discount-Preisen läßt sich unter den Kunden klassischer Anbieter wie HAWESKO und Jacques‘ wildern.

Die Online-Profis haben den Wein entdeckt. 52weine ist nicht allein: in den nächsten Wochen gehen noch eine Reihe anderer Portale an den Start.

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2 Kommentare

  1. Pingback: Wein auf dem Weg in den F-Commerce

  2. Ich finde eure Seite super! Danke für die tollen Infos.

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