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	<title>Kommentare zu: Ergebnis: Wo informieren sich Weinprofis bevorzugt über Wein?</title>
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	<description>Beratung und Training für Weinwirtschaft und Weinhandel</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 Feb 2012 23:45:11 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Eckhard Supp</title>
		<link>http://www.weinakademie-berlin.de/ergebnis-wo-informieren-sich-weinprofis-bevorzugt-ueber-wein#comment-118</link>
		<dc:creator>Eckhard Supp</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Dec 2008 23:01:05 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Herr Pleitgen,

eines vorweg, die von Ihnen geforderte Diplomarbeit gibt es schon: Sie wurde auf meine Initiative in diesem Jahr an der Uni Hamburg erarbeitet und wird eventuell auch bei ENO WorldWine veröffentlicht, wenn sie denn vom Fachbereich akzeptiert und zur Veröffentlichung freigegeben wird. 

Zwei oder drei Dinge kann man aber aus den umfangreichen Umfragen, die für die Arbeit durchgeführt wurden, bereits schließen, ohne dabei allzu viel zu verraten:

Auch wenn die Zahlen für die Online-Medien hervorragend sind und die für die Printmedien bereits seit Jahren rückläufig (ich bin vielleicht derjenige, der am längsten den Finger in diese offene Wunde legt), so ist und bleibt es eine Tatsache, dass, fragt man normale Weinkäufer und nicht ausgesprochene Internetsurfer, die Bekanntheit der Online-Medien immer noch um Lichtjahre hinter der der Printmedien zurückbleibt.

Selbst bei Menschen, die das Internet ansonsten häufig nutzen, genießen die einschlägigen Printmedien noch immer deutlich höhere Bekanntheit und größeres Vertrauen. Dieser Tatsache müssen wir ins Auge sehen und daran beißt uns keine Maus einen Faden ab!

Das Bekanntheits-Defizit führt natürlich zu dem, was alle Onliner aus ihrer langjährigen Erfahrung berichten können: Erzeuger, Werbetreibende etc. der Branche vertrauen immer noch deutlich mehr den Printmedien als dem Internet, dessen geringe Bekanntheit auch mit niedrigerem Vertrauen einhergeht. Selbst Händler, die einen Gutteil ihres Umsatzes im Internet machen, vertrauen in ihren Werbeaktivitäten immer noch mehr den Print- als den Onlinemedien.

Daran hat nicht einmal die Tatsache, dass in den letzten Jahren bereits verschiedene Printmedien (und Buchverlage, die im Weinbereich aktiv waren) verschwunden sind (bzw. nicht mehr im Weinbereich publizieren), etwas geändert.

Umgekehrt finde ich es beachtlich, dass im Moment gerade ein bekanntes Printmedium eine Anzeige auf ENO WorldWine geschaltet hat. Die Welt ist ein Tollhaus!

Nennen sie es paradox, pervers, schlichtweg dumm: Es ändert nichts an der Tatsache, dass die Onliner noch ein großes Stück Arbeit vor sich haben. Zwei oder drei, vielleicht auch vier oder fünf Jahre dürfte es bestimmt noch dauern, bis sich dieser Zustand grundlegend geändert hat.

Fragen Sie mich nach dem Patentrezept, ich habe es nicht. Nur von einem weiss ich, dass es hilft: immer besser werden, immer mehr für die Bekanntheit des eigenen Mediums sorgen und dabei immer vor allem auf die eigene Seriösität und Zuverlässigkeit bedacht sein.

Gruss aus Hamburg
Eckhard Supp</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Herr Pleitgen,</p>
<p>eines vorweg, die von Ihnen geforderte Diplomarbeit gibt es schon: Sie wurde auf meine Initiative in diesem Jahr an der Uni Hamburg erarbeitet und wird eventuell auch bei ENO WorldWine veröffentlicht, wenn sie denn vom Fachbereich akzeptiert und zur Veröffentlichung freigegeben wird. </p>
<p>Zwei oder drei Dinge kann man aber aus den umfangreichen Umfragen, die für die Arbeit durchgeführt wurden, bereits schließen, ohne dabei allzu viel zu verraten:</p>
<p>Auch wenn die Zahlen für die Online-Medien hervorragend sind und die für die Printmedien bereits seit Jahren rückläufig (ich bin vielleicht derjenige, der am längsten den Finger in diese offene Wunde legt), so ist und bleibt es eine Tatsache, dass, fragt man normale Weinkäufer und nicht ausgesprochene Internetsurfer, die Bekanntheit der Online-Medien immer noch um Lichtjahre hinter der der Printmedien zurückbleibt.</p>
<p>Selbst bei Menschen, die das Internet ansonsten häufig nutzen, genießen die einschlägigen Printmedien noch immer deutlich höhere Bekanntheit und größeres Vertrauen. Dieser Tatsache müssen wir ins Auge sehen und daran beißt uns keine Maus einen Faden ab!</p>
<p>Das Bekanntheits-Defizit führt natürlich zu dem, was alle Onliner aus ihrer langjährigen Erfahrung berichten können: Erzeuger, Werbetreibende etc. der Branche vertrauen immer noch deutlich mehr den Printmedien als dem Internet, dessen geringe Bekanntheit auch mit niedrigerem Vertrauen einhergeht. Selbst Händler, die einen Gutteil ihres Umsatzes im Internet machen, vertrauen in ihren Werbeaktivitäten immer noch mehr den Print- als den Onlinemedien.</p>
<p>Daran hat nicht einmal die Tatsache, dass in den letzten Jahren bereits verschiedene Printmedien (und Buchverlage, die im Weinbereich aktiv waren) verschwunden sind (bzw. nicht mehr im Weinbereich publizieren), etwas geändert.</p>
<p>Umgekehrt finde ich es beachtlich, dass im Moment gerade ein bekanntes Printmedium eine Anzeige auf ENO WorldWine geschaltet hat. Die Welt ist ein Tollhaus!</p>
<p>Nennen sie es paradox, pervers, schlichtweg dumm: Es ändert nichts an der Tatsache, dass die Onliner noch ein großes Stück Arbeit vor sich haben. Zwei oder drei, vielleicht auch vier oder fünf Jahre dürfte es bestimmt noch dauern, bis sich dieser Zustand grundlegend geändert hat.</p>
<p>Fragen Sie mich nach dem Patentrezept, ich habe es nicht. Nur von einem weiss ich, dass es hilft: immer besser werden, immer mehr für die Bekanntheit des eigenen Mediums sorgen und dabei immer vor allem auf die eigene Seriösität und Zuverlässigkeit bedacht sein.</p>
<p>Gruss aus Hamburg<br />
Eckhard Supp</p>
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