Neue Konzepte treiben den Boom im Internethandel an

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IHB Studie

IHB Studie

„Der Internet -Handel boomt und wächst schneller als erwartet.  In 2009 wurde ein Plus von knapp 20 Prozent erzielt, 2010 wird der Zuwachs nur wenig darunter liegen“ stellt der aktuelle Branchenreport „Internet- und Versandhandel“ der IBH Retail Consultants /Institut für Handelsforschung Köln fest. Der Report sieht immer mehr Unternehmen zu Versandhändlern werden.

Das Institut sieht drei Trends, die sich abzeichnen:

  • Hersteller eröffnen Outlets im Internet. Insbesondere kleinere Hersteller gehen auf Shopping-Plattformen.
  • Stationäre Händler eröffnen Online-Filialen und sind dort sehr erfolgreich. Vorreiter ist der Textilbereich mit H&M, C&A oder ZARA. Bei der Unterhaltungselektronik stehen SATURN und MEDIA MARKT in den Startlöchern und beim Food arbeiten nach dem Start von AMAZON die REWE und andere an konkreten Projekten.
  • Reine Versandhändler und/oder Internet-Anbieter eröffnen stationäre Filialen. Beispiel Beispiel myToys , die als Internet-Händler bereits über 10 stationäre Outlets in Deutschland verfügen.

Nach Einschätzung der Studie gehört der Multi-Channel-Strategie, wie sie die stationären Händler und einige Internet-Händler entwickeln, die Zukunft. Es ist leicht vorauszusehen, welche erdbebengleichen Auswirkungen der Start von SATURN und MEDIA MARKT im Internet auf die Consumer-Electronics-Branche haben wird. AMAZON und EBAY müssen sich warm anziehen. „Die Chancen werden wieder neu verteilt – für alle Vertriebsformen“ meinen die Kölner dazu.

Im Wein macht es die HAWESKO-Gruppe bereits vor: mit HAWESKO/TESDORPF im Versand/Internet, JACQUES‘ im stationären Handel und WEIN WOLF im Großhandel scheint die Gruppe gegen alle Konjunkturschwankungen immun zu sein, wie die letzten Zahlen zeigen. Andere Händler sind, wie die zur WIV gehörende VINO mit VINO24, online unterwegs. RINDCHEN expandiert stationär und nutzt seine Internetplattform als Erweiterung seiner Läden.

„Die Preismitte als die herkömmliche Hauptpreislage der Versender wird verwässert. Die oberen und unteren Ränder des Preisspektrums werden immer interessanter für die Anbieter und neuerdings verstärkt von den „neuen“ Versandvertriebsformen bearbeitet“ heißt es in der Studie.

Das trifft auch im Wein zu: bei RINDCHEN kann man online Weine der Preiseingangstufe ab 2,95 € ordern und JACQUES‘ startet mit 2,90 € pro Liter im Weinschlauch. Für die klassischen Versender waren das bis vor kurzem unmögliche Produkte.

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