Rabobank warnt vor übertriebenem Optimismus in den BRIC-Staaten

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Joint Ventures hier Tanjin und Remy

Joint Ventures helfen die Qualität inländischer Weine zu verbessern - hier Tanjin und Remy foto:edans/flickr

Die Zukunft für Wein scheint in den BRIC Staaten zu liegen: fast monatlich wird von neuen Rekorden in Hongkong berichtet, so jetzt wieder bei den ersten Bordeaux-Versteigerungen in diesem Jahr. Und schon jetzt hat das Auf und Ab der Bordeaux Kurse in China Einfluss auf das Ergebnis von Akteuren am Weinmarkt in Deutschland .

Auch wenn der derzeitige Boom atemberaubend ist, er kann sehr schnell zu Ende sein kann – es reichen einfache Beschlüsse der entsprechenden Regierungen. Der Boom in Hongkong wurde durch einen Wein-Investitionsplan der dortigen Verwaltung und den Wegfall der Steuern auf Wein ausgelöst. Genauso gut kann es morgen in die andere Richtung gehen.

Jetzt warnt Rabobank Wine and Beverage Chefanalyst Steve Rannekleiv vor übertriebenen Hoffnungen. Im aktuellen Quartals-Bericht zum internationalen Weinmarkt weist er daruf hin, daß die Mengen der Importe in die BRIC Staaten zwar wachsen, aber die Erlöse dabei nicht mithalten. Selbst bei dem derzeit erstaunlichen zweistelligen Mengenwachstum werde es noch Jahre dauern, bis man in Märkten wie China, Russland, Brasilien und Mexico nur annähernd das Niveau der klassischen Importländer wie UK, Deutschland oder USA errreiche.

Die einzigen, die es bislang geschafft hätten, den Trend zu Niedrig-Preisen in den neuen Märkten zu durchbrechen, seien die Australier, so Rannekleiv. Wer sich wirklich intensiv mit diesen Märkte audseinandersetze und sie nicht nur als Ventil für Überproduktion nutze, könne sich dort ein neues, hochpreisiges Image schaffen. Die Australier eröffneten im letzten Jahr ein eigenes Wein-Büro in China.

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