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Frühjahrsedition der Süddeutschen Zeitung Vinothek

Frühjahrsedition der Süddeutschen Zeitung Vinothek

Menschen mit breitem Interessenhorizont, der wirtschaftlich leistungsfähigen, gebildetsten Schicht angehörend, Innovatoren und Trendsetter und gleichzeitig umwelt- und nachhaltigkeits-orientierte Zeitgenossen. Das ist das Profil der Leser der Süddeutschen Zeitung. ” Sie sind Multiplikatoren, denn sie haben ein breites Interessenspektrum. Sie sind qualitätsorientiert und können es sich auch leisten. Sie sind den anderen voraus und setzen Trends” so die Zeitung in ihren Mediadaten.

Allen Untersuchungen zufolge haben Menschen,wie sie die SZ beschreibt, eine deutliche Affinität zu Wein.  Sie kaufen und trinken mehr und hochwertiger als der Durchschnitt der Bevölkerung. Deshalb war es merkwürdig, daß die SZ vor einiger Zeit ihre VINOTHEK ohne großes Aufhebens dichtmachte. Sie startete im Oktober 2006  und soll im ersten Vierteljahr ihres Bestehens über 60.000 Flaschen verkauft haben. Die Beratung und Auswahl der Weine hatte seinerzeit der “unabhängige Weinexperte Gregor Drescher” (Pressetext) übernommen.

Für viele SZ Kritiker wurde damit die endgültige “Tchiboisierung der Süddeutschen Zeitung” eingeleitet. Für den Unternehmensberater Roland Berger wandelte sich mit der SZ Vinothek (positiv)  ”die Süddeutsche Zeitung …..  immer mehr von einem Verlagshaus für Qualitätszeitungen hin zu einem Anbieter anspruchsvoller Informations-, Unterhaltungs- und Freizeitprodukte.” Berger nannte die SZ als beispielhaftes Unternehmen mit einer “New Game” Strategie. New Game heißt, auf neuen Geschäftsfeldern mit bestehenden oder neuen Kunden Geld zu verdienen.

2008 kam das (vorläufige) Aus für die Vinothek. Drescher selbst ließ zum Ende der Zusammenarbeit mit der SZ auf seiner Site VinVinoLife verlauten: “Ende 2008 wurde das Projekt abgeschlossen und gilt in Branchenkreisen als das erfolgreichste Weinvertriebsprojekt, basierend auf einem Printmedium bis dato in Deutschland.” Es ist anzunehmen, daß die SZ eine andere Wahrnehmung hatte. Zudem war man in München mit Eigentümerwechsel und Umstrukturierung beschäftigt.

Jetzt gibt es einen Wiederanfang mit dem bisher einzigen deutschen Sommelierweltmeister Markus del Monego, der gleichzeitig auch als Berater und Qualitätskontrolleur der Firma ALDI fungiert. Weine und Logistik sind powered by Rindchen, Hamburg. Erste Zahlen über Abverkäufe nannte Mario Scheuermann im drinktank.

Stimmt die Leser-Analyse der SZ, ist die Weinauswahl konsequent: der preiswerteste Wein der Frühjahrsedition liegt im Einzelflaschenverkauf bei 9,60 Euro (Ürziger Würzgarten Kabinett 2008 , Rebenhof zzgl. Versand). Damit operiert die SZ schon fast im Premium-Bereich. Ein Angebot an qualitätsorientierte Kunden, die es sich auch leisten können. (um in der Diktion der SZ zu bleiben)

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2 Kommentare zu “SZ Vinothek: Weine, die man sich auch leisten können muss”
  1. Titschinski Peter schreibt:

    Leider werden nicht die der Ankündigung genannten Jahrgänge ausgeliefert sondern z.B. beim Rebenhof Riesling der Jahrgang 2009 statt 2008 und auch bei 2 anderen der Frühjahredition 2010 sind es ein anderer jahrgang bzw. ist dieser auf dem Etikett nicht erkennbar. Ob das an der SZ oder Rindchen liegt
    weiß ich auch nicht und ob ich ein Einzelfall bin. Ich muss noch testen ob es sich um bessere oder schlechtere jahrgänge handelt. Gibt es dazu Erfahrungen anderer Kunden?

    Peter Titschinski

  2. Andere Reaktionen kenne ich bisher nicht. Allerdings ist es ja bei Versendern normal, daß Nachfolgejahrgänge ausgefiefert werden, wenn der Wein aus oder die Nachfrage zu groß ist. Vielleicht einfach mal bei der SZ nachfragen?

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