Beiträge zum Thema “Pinot Noir”
Geschrieben von Michael W. Pleitgen in Fachhandel, LEH, Marketing, Tags: Dieter Hoffmann, Fritz Keller, Geisenheim, Meininger, Pinot Noir, Prowein, Wein, Werbung, 2.249 mal gelesen
Gute Aussichten für die Wein-Branche attestierten bei der traditionellen Marketing Veranstaltung am Prowein-Montag Grit Bobe von der GFK und Dieter Hoffmann aus Geisenheim.
 Fritz Keller foto:Rene Tillmann / Messe Duesseldorf
Die neusten GFK Zahlen weisen 2008 als ein Jahr des fundamentalen Wechsels aus: 2008 gaben die bundesdeutschen Konsumenten erstmals mehr Geld für Food als für Non-Food aus. Das liegt zum einen an den günstigen Non-Food-Angeboten des Handels, aber auch an den relativ hohen Lebensmittelpreisen in der ersten Hälfte 2008. Unter dem Eindruck den heraufziehenden Krise haben die Discounter ihre Preise im letzten Quatral 2008 wieder nach unten korrigiert. Heute sind wir wieder auf dem Preisniveau wie vor den zum Teil massiven Preiserhöhungen 2007.
Dramatisch: Alkoholische Getränke büßten im Januar und Februar 2009 im zweistelligen Bereich ein. Ausnahme: der Wein. Er ist zu einem festen Lifestyle-Bestandteil geworden. 2008 gaben die Deutschen erstmals mehr Geld für Wein (33% ihrer Getränke Ausgaben) als für Bier aus. Der Trend geht eindeutig zu höherpreisigen Weinen. Treiber dieses Trend sind Deutsche Weine, die immer mehr Verbrauchern munden. Mit steigender Nachfrage steigt hier der Durchschnittspreis. Leidtragende dieser Entwicklung sind die Übersee-Weine im Preiseinstieg, die zum Teil massive Verluste zu verzeichnen haben.
Der Trend geht bei deutschen Weinen und bei Weinen insgesamt in Richtung Qualität, Bio und Emotionalität. Das neue Verbraucherbewußtsein wird die nächsten Entwicklungen bestimmen: nicht mehr “Geiz ist geil”, sondern Ehrlichkeit und Transparenz “das kauf ich dir ab” ist das Gebot der Stunde.
In die gleiche Richtung wies auch Dieter Hoffmann in seinem Vortrag: zukünftig werde es darauf ankommen, dem Verbraucher die Qualität des Produkts zu beweisen. Bei den Kategorie-Weinen im Discount scheinen die Qualitätsstempel unabhängiger Gutachter und Labore angebracht zu sein (Lidl: Labor Heidger), im höherpreisigen Bereich sind andere Konzepte gefragt. Da gelte es Absender-Marken zu kreieren. Fritz Keller mit seinen Aldi-Weinen sei so eine Marke, aber auch Schloss Vollrads oder Maximin Grünhaus. Trading-Up heißt die Devise, der Verbraucher sei bereit preislich mitzugehen, solange ihm plausible und einleuchtende Argumente geliefert werden.
Fritz Keller, der sich als Gastronom, Händler und Winzer sieht, grüßte auch als Vice Präsident des SC Freiburg. Er stellte das Aldi-Wein-Konzept vor, dem er seinen Namen gegeben hat. Bei diesem Pojekt feieren die “Alte-Reben” und “Selection”-Konzepte der WG’s unter dem Vorzeichen “Fritz Keller” fröhliche Auferstehung. Keller verkaufte sie als etwas revolutionär Neues. Mit den Discount Konzepten seines Freundes und Aldi-Agenten Frickenstein sei Wertschöpfung auf allen Ebenen zu erreichen. Während Badischer Rotwein aktuell bei 2,49 € im Discount (Penny) liege, erreicht das Aldi Konzept 6,99€. Damit bewies er indirekt Hoffmanns These, das Absender-Marken im höherpreisigen Bereich wertgenerierend wirken. Manch einem gefällt das Konzept nicht, da es die Vorstellung von den Top-Weinen beim Discounter zu Schnäppchenpreisen unterstützt. Die Kritiker scheinen aber weitgehend verstummt zu sein. Um noch einmal zu Kellers Viert-Job zu kommen: wie sagte schon Otto Rehhagel: “Modern und schön ist der, der gewinnt.”
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2004 lief “Sideways” in den US-Kinos. Im Februar 2005 startete er auch in Deutschland. Zwei Freunde touren durch durch das Weinland Kalifornien von Winery zu Winery, von einem (Liebes-)Abenteuer zum nächsten. Der Film war ein wahrer Lobgesang auf Pinot-Noir Weine, während Merlot als rustikaler Absteiger-Wein klassifiziert wurde. Im Januar 2005 berichteten kalifornische Winzer von einem Run auf Pinot Noir in ihren Cellar Doors (Gutsauschank). Riedel verzeichnete laut Decanter in den USA einen Umsatzsprung durch die verstärkte Nachfrage nach Pinot Gläsern. Seither hielt sich das Gerücht, der Pinot Hype sei von Sideways ausgelöst worden. Der “Sideways-Effekt” war geboren. Beweise in Form harter Zahlen gab es nicht.
Jetzt, 4 Jahre nach dem Film bestätigt erstmals eine Studie, das es den Sideways-Effekt tatsächlich gibt. Die Studie wertet Daten von 1999 bis Anfang 2008 aus, die 100.000 Weineinkäufe nach Preis, Menge und Rebsorte erfassen. Die Zahlen zeigen, daß bis 2004 die Pinot Noir und Merlot Käufe rückläufig waren. Das gleiche traf auch auf die “Kontroll-Rebsorten” Cabernt und Syrah zu. Nach dem Film setzte Merlot seine Talfahrt fort, während der Trend sich beim Pinot Noir umkehrte. Den größten Zuwachs für Pinot Noir, so Dr. Steven S. Cuellar von der Sonoma State University, gab es im Premium Bereich der Weine von 20-40 USD pro Flasche.
Decanter meint allerdings, der Effekt sei nur temporär gewesen, US-Merlot erhole sich seit 2007 wieder.
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Geschrieben von Michael W. Pleitgen in , Tags: Cabernet, Chardonnay, Grenache, Italien, Likörweine, Pinot Noir, Portugal, Riesling, Sauvignon, Schaumwein, Sekt, Shiraz, Spanien, Spirituosen, Syrah, WSET, 6.390 mal gelesen
Das Seminar (ehemals Intermediate Certificate) ist in erster Linie für Berufseinsteiger aus Handel und Gastronomie gedacht. Der Stoff- und Lehrplan ist von WSET® London vorgegeben und bis auf regionale Schwerpunkte international gleich.
Themen
- Chardonnay und Pinot Noir
- Sauvignon und Cabernet
- Syrah / Shiraz / Grenache
- Riesling
- Spanien / Italien / Portugal
- Sekt u. Schaumwein
- Likörweine / Spirituosen
Ablauf
Sie bekommen zu jedem Thema Anleitungen für Übungen, Verkostungen oder Testfragen zugeschickt, die Sie zu Hause bearbeiten. Für die Verkostungen schicken wir Ihnen eine Einkaufsliste.
Sie bestimmen den Lernfortschritt. Der Vertrag läuft über ein Jahr. Wenn Sie wollen, können Sie sich also bis zur Prüfung 12 Monate Zeit nehmen. Der 1/2 tägige Workshop und die Prüfung finden in der Akademie statt.
Voraussetzungen
Basis-Kenntnisse im Wein, WSET Level 1 Award in Wines (ehemals Foundation Certificate) oder entsprechender Wissenstand, Fax besser Email + Internetzugang für Aufgabenaustausch, Mindestalter 16 Jahre und bei Alter unter 18 Jahren schriftliche Einwilligung des Erziehungsberechtigten.
Leistungen
- Studypack “Level 2 Award in Wines and Spirits”
beinhaltet Lehrbuch und Studienführer
- Übungs-Aufgaben zum Selbsttest
- (Multiple-Choice, Tasting)
mit Korrektur nach jedem Abschnitt
- Weinliste für Tasting-Übungen
- Email- und Telefonsupport
- 1/2-tägiger Workshop mit Verkostungsübung,
Prüfungsvorbereitung und Multiple-Choice-Prüfung
- Prüfungsgebühren
- Original Zertifikat aus London
Hier das Merkblatt zum Kurs als pdf downloaden!
Hier gehts zum WSET® Level 2 Awards in Wines and Spirits Fernlehrgang
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Geschrieben von Michael W. Pleitgen in , Tags: Cabernet, Chardonnay, Grenache, Italien, Likörweine, Pinot Noir, Portugal, Riesling, Sauvignon, Schaumwein, Sekt, Shiraz, Spanien, Spirituosen, Syrah, WSET, 6.200 mal gelesen
In dem Einführungsseminar des Wine and Spirit Education Trust (ehemals Intermediate Certificate) bekommen Sie einen Überblick über die aktuelle Weinwelt und die wichtigsten Spirituosen. Es werden über 30 Wein + Spirituosenmuster probiert.
Das Seminar ist in erster Linie für Berufseinsteiger aus Handel und Gastronomie gedacht. Der Stoff- und Lehrplan ist von WSET® London vorgegeben und bis auf regionale Schwerpunkte international gleich. Das Block-Seminar umfasst drei volle Seminar-Tage (jeweils 9 – 18 Uhr) Die standardisierte Prüfung erfolgt im Rahmen eines multiple-choice-testes mit insgesamt 50 Fragen.
Themen:
- Chardonnay und Pinot Noir
- Sauvignon und Cabernet
- Syrah / Shiraz / Grenache
- Riesling
- Spanien / Italien / Portugal
- Sekt u. Schaumwein
- Likörweine / Spirituosen
Leistungen:
3 Tage Vollzeit von 9 – 18 Uhr
deutsches Lehrbuch
Wein + Spirituosenmuster
1 Prüfung
Original Certificate von WSET® London
Orte / Termine / Preise / Online-buchung
Unterbringung auf Wunsch im Seminar- und Tagungszentrum
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