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Beiträge zum Thema “Schulung”

“Abwettern” sagen wir beim Segeln, wenn es darum geht einen Sturm auf offener See zu überstehen. Da geht es nicht mehr darum, möglichst schnell und elegant von A nach B zu kommen, sondern schlicht und einfach, den nächsten Sonnenaufgang einigermaßen unbeschadet zu erleben.

Wie gehts weiter? Londonbrigde

Wie gehts weiter? rush-hour an Londonbrigde am Montagabend

Unter dem Motto “abwettern” stand auch das diesjährige Treffen der WSET (Wine and Spirit Education Trust) Seminar-Anbieter (APP) am Montag in London.  Im Vorfeld der London International Wine Fair treffen sich traditionell die APPs aus aller Welt zum Erfahrungsaustausch. Vor Jahren war der Kreis sehr überschaubar, jeder kannte jeden. In den letzten Jahren kamen so viele neue Gesichter dazu, daß man sich die Namen kaum mehr merken kann. Ich saß bei der Begrüßung neben einem Kollegen aus Hongkong, den ich zum ersten Mal traf.

In den Workshops spiegelte sich die Situation der Weinwirtschaft Lesen Sie weiter »

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Am Mittwoch fand der erste Wineblogger Roundtable im Hafenclub in Hamburg statt. Zum Thema “Wine Agenda 2020 – Outlook to the winebusiness in the second decade of the 21th Century” war Chefanalayst Arend Heijbroek von der Rabobank eingeladen. Die niederländische Rabobank (vergleichbar den deutschen Volks- und Raiffeisenbanken) ist international stark in der Agrarwirtschaft und auch im Wein engagiert. Heijbroek ist einer der führenden Analysten für Wein und Getränke weltweit. Er beobachtet und analysiert die Branche seit fast 30 Jahren.

Arend Heijbroek, Rabobank

Arend Heijbroek, Rabobank

Gleich zu Beginn der lebhaften Diskussion konnte Heijbroek eine gute Nachricht verkünden: die aktuelle Krise wird die Konsumenten nicht davon abhalten, Wein zu trinken. Wein ist vor allem in den Mittelschichten zu einem integrativen Bestandteil des Lifestyle geworden. In den USA, wo die Krise schon etwas länger anhält, ist zur Zeit zu beobachten, daß die Verbraucher zwar preiswerter einkaufen, aber die Menge weiterhin stabil bleibt. Zudem sei sehr erfreulich, zu beobachten, daß Kunden die vorher Qualitätswein gekauft hätten, auch weiterhin auf Qualität achten.

In den USA bedeutet das eine weiterhin gute Entwicklung für Markenweine wie Yellow Tail, da die Amerikaner sehr markenorientiert seien. Marke bedeute dort Einkaufssicherheit = Qualität.  Klar sei auch, dass in der Krise zuerst die Gastronomie leide. Dafür machten es sich die Leute aber zu Hause bequem. Produzenten und Händler, auch bei uns, müßten sich darauf einstellen. Die Krise werde nicht so schnell vorbeigehen, wie manch einer glauben machen will.

Heijbroek betonte des öfteren die Wichtigkeit von Verbraucher-Information und -schulung. Wer einmal die Erfahrung gemacht habe, für 5/6/7 Euro ein ganz anderen Wein und ein ganz anderes Geschmackserlebnis zu bekommen, als in der Preiseinstiegszone, sei bereit, mehr Geld für ein Flasche Wein auszugeben. Dieser Konsument werde auch in Krisenzeiten auf Qualität achten. Auch wenn Deutschland fest in der Hand der Discounter sei, eröffneten sich hier Chancen für den ambitionierten LEH und den Fachhandel.

An dem Gespräch nahmen Petra Mayer, Mario Scheuermann, Nicko Rechenberg, Anton Viehhauser, Eckard Supp, Michael Pleitgen und Daniel Eckert aus der Wirtschaftsredaktion der WELT teil. Weitere interessante Details werden hier und auch bei den Kollegen in den nächsten Tagen zu lesen sein.

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foto:independentman/flickr

foto:independentman/flickr

Trotz dunkler Wolken am Horizont will die Gastro-Branche weiter investieren. Dies zeigt der AHGZ Monitor (5.000 Gastbetriebe) für den Monat September. 79,6% des repräsentativen Querschnitts erwarten für die kommenden Monate einen Unmsatzrückgang oder zumindest stagnierende Umsätze. Besonders pessimistisch sind vor allem die Hotels. Die Zahlen sind insgesamt deutlich schlechter als bei der Erhebung im August. Die AHGZ wertet dies als Einfluss der Finanzkrise.

Umso erstaunlicher ist die hohe Investitionsbereitschaft: Prioritäten sehen 60% Prozent der Befragten bei ihren Gästezimmern und über 45% bei der Mitarbeiterschulung.

Vielleicht setzt sich langsam die Erkenntnis durch, daß Investitionen in die Mitarbeiter in zweifacher Hinsicht Nutzen bringen können: einmal kommt Schulung der Qualität zugute, zum anderen wird steigenden Personalkosten durch niedrigere Fluktuation vorgebeugt.

zum AHGZ Monitor

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