Die Zukunft des Deutschen Weins aus der Sicht eines Praktikers
Geschrieben von Michael W. Pleitgen in LEH, Marketing, Tags: Aldi, Baden, Dirk Würtz, Discount, Fritz Keller, Vermarktung, Wein, 1.655 mal gelesenDirk Würtz (Robert Weil/Königsmühle) ist dafür bekannt, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt. In seinem neuesten Beitrag zur Zukunft des Deutschen Weins fragt er: “Wieviele Spitzenweine verträgt denn der deutsche Markt überhaupt? Ich behaupte einmal, nicht wirklich viele.” Und er stellt fest: ” die Anzahl der “Spitzenweine” zu “Spitzenpreisen” ist mittlerweile in astronomische Höhen geschossen. Landauf und landab wird nur noch über Grand Crus, Terroir, Mineralik und Große Gewächse gefaselt.”
Würtz sieht eine große Chance darin, sich auf gute Basis-Weine zurück zu besinnen. Das sei garnicht so einfach: “Gute Basisweine zu produzieren, in immer gleichbleibender Qualität, zu einem adäquaten Preis, ist eine echte Herausforderung.” Dazu schlägt er vor, dass jeder das tut, was er wirklich gut kann: der eine das Traubenproduzieren, der andere Ausbau und Vermarktung. Der Vorschlag ist nicht ganz neu: die Winzer-Genossenschaften funktionieren seit bald 140 Jahren nach diesem Prinzip und sind doch vielerorts nicht so erfolgreich, wie es sich die Genossen wünschen.
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