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Beiträge zum Thema “viral marketing”

Wine-Spectator hat kürzlich die unbekannten Top 5 Wein-Brands vorgestellt. Unbekannt: sie stehen weltweit in fast jedem Supermarkt, aber niemand redet darüber. Für viele Wein-Freunde war das der Einstieg in die Weinwelt.

  • Franzia (The Wine Group)
    The Wine Group in San Francisco ist aus den Wein-Aktivitäten von Coca-Cola entstanden und hat sich zu einem der größten Weinanbieter entwickelt. “Franzia” ist der Name einer italienischen Einwanderer-Familie, deren Winery in der Wine Group aufgegangen ist. “Franzia”  ist ein Bag-in-Box Wein. Es gibt keine offizielle Web-Site.
  • Martini (Martini und Rossi/ Bacardi)
    Wenn man aromatisierte Weine mitzählt ist MARTINI natürlich mit unter den TOP 5
  • Carlo Rossi (Gallo)
    Hier ist nicht der Wein der Hit, sondern die Flasche.  California Table Wine in der Henkelflasche (jug)
  • Tavernello (Caviro)
    In Faenza wird  Tavernello abgefüllt. Weltweit der führende Brand im Tetra-Pak. Caviro wird hauptsächlich von den italinischen Genossenschaften getragen, arbeitet aber europaweit als “Entsorger” für Übermengen.
  • Yellow Tail (Casella)
    Yellow Tail
    hat sich als weltweiter Brand aus Australien etabliert. Ursprünglich von Casella in Australien entwickelt, hat man sich mit der amerikanischen Deutsch Group zusammengetan.

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In Berlin könnten wir ihn gut gebrauchen: Colonel Sanders (das Gesicht von Kentucky Fried Chicken KFC) repariert in 5 amerikanischen Städten Schlaglöcher, die der Winter hinterlassen hat.

Colonel Sanders beim Schagloch-Reparieren <br>foto: Brian Bohannon/KFC

Colonel Sanders beim Schagloch-Reparieren foto: Brian Bohannon/KFC

Schlaglöcher sind ein großes Problem und Geld für die Reparatur ist knapp. So wurde das Foto in den USA “nationwide” von der Presse verbreitet. Gratis natürlich. Und die riesige Reaktion war natürlich auch gratis: Colonel Sanders kann gar nicht überall sein, wo die Bürger nach ihm rufen! “This program is a perfect example of that rare and optimal occurrence when a company can creatively market itself and help local governments and everyday Americans across the country,” sagte Javier Benito, Marketing Director von KFC zur Kampagne.

Hier stimmt einfach vieles: ein echtes Problem, ein witziger (aber doch zeitgemäßer) Vorschlag: Private engagieren sich für die Öffentlichkeit,  Werbung wird als Gegenleistung für soziales Engagement akzeptiert. In den Fach-Blogs wird Colonel Sanders beim Schlagloch-Stopfen als Beispiel dafür gesehen, wie auch große Marken Guerilla Marketing betreiben können.

Fehlt deutschen Marketern der Mut oder mangelt es an Ideen?

Winzer aufgepasst: wenn’s bei uns mit den blühenden Landschaften nicht so richtig hingehauen hat, wie wärs denn mit blühenden Weinbergen? Die Presse berichtet gern über unsere (Rosen)Pflanzaktion im Herbst und die blühenden Rebberge im Frühjahr.  Dann kommen die lieben Kunden zu uns in die Rebberge und in den Keller und wir können gleich die Themen Genuss, Ökologie, Wasser, Umwelt, social responsability kommunizieren und vielleicht auch noch etwas verkaufen.

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In der Wein-Blogger Szene wird häufig geklagt, dass die Weinwirtschaft die Wein-Online-Medien zuwenig wahrnehme. Selbst die Betreiber des größten deutschen Wein-Portals sehen ihre Degustations-Arbeit und ihre journalistischen Bemühungen nicht genug gewürdigt. Sterne, Messer, Gabeln, Mützen oder sonstige in Zeitschriften und Büchern aufgeführten Symbole würden in Katalogen, Preislisten und in der Werbung genutzt, aber die Online-Bewertungen interessiere weder Erzeuger noch Händler.

foto:David Boyle in DC/flickr

foto:David Boyle in DC/flickr

Fakt ist: die Verkaufszahlen der führenden Print-Magazine stagnieren seit Jahren, zum Teil sind sie rückläufig, die Zahl der Abonnenten ist bei fast allen im Minus, wie ein Blick auf die neuesten Zahlen bestätigt. Auf der anderen Seite steigen die Besucherzahlen der Online-Medien im Wein kontinuierlich.

Print und online lassen sich schwer vergleichen. Zu unterschiedlich sind die Messverfahren. Seriöse Schätzungen gehen jedoch davon aus, dass seit Ende 2007 die Zahl der erreichten wein-interessierten Personen im Online Bereich das Niveau der Magazine erreicht hat. Fast jede Woche entstehen neue Wein-Webseiten, Blogs und Video-Portale, die ihre Leser und Zuschauer finden. Die Zugriffszahlen steigen weiter, wie Mario Scheuermann kürzlich für den Blog-Bereich ermittelte. Ende 2008 dürften die Online-Medien führend sein, wenn es um Weininformation geht.

Bei den Seminaren zum Thema “Mailing und Newsletter/Online-Marketing” ist immer wieder festzustellen, dass die aktuellen Zahlen und Entwicklungen vollkommen unbekannt sind. Staunend schauen Winzer und Händler auf die Auflagenentwicklung und die IVW Zahlen.  Die eigenen Online-Aktivitäten reduzieren sich meist auf einen Standalone-Shop und die Erfolgsstories, wie die von Stormhoek oder Gary Vaynerchuk’s “Wine Library TV” kennt man nicht. Aufklärung tut not! Manchmal hilft auch, einmal in andere Branchen zu schauen: gar nicht so weit weg vom Wein ist da zum Beispiel Kirstin Walther aus Arnsdorf in Sachsen, die mit ihrem Saftblog nicht nur die Aronia-Beere zum Star gemacht hat, sondern auch für ihren Betrieb eine Perspektive gefunden hat, sich von anderen Saftkeltereien deutlich abzuheben.

Hier soll nicht in das Lamento vom Untergang der Print-Medien eingestimmt werden, aber auch bei der Buchmesse vor einigen Wochen waren neue Weinbücher rar. Das scheint Hand in Hand zu gehen mit dem Niedergang der Koch-Literatur, der trotz der Erfolge auch der x-ten TV-Koch-Show unaufhaltsam scheint.

Die Kunden gucken heute schon da, wo die Branche noch gar nicht hinschaut! Und machen sogar aktiv mit! Die Branche hat es nur noch nicht gemerkt!

foto:tobiastoft/flickr

foto:tobiastoft/flickr

Jedes Medium hat seine eigenen Gesetze und damit seine eigenen Leser/User.  Der Satz, dass das Medium selbst Teil seiner Botschaft ist, stimmt heute mehr denn je.  Ein Modell für eine erfolgreiche Ko-Exsistenz oder Symbiose, die in einem Titel Tagesaktualität mit dauerhaft archivierter Information und Meinung verbindet, gibt es in Deutschland noch nicht. Auch hier kann ein Blick über Grenzen helfen:  Decanter oder Wine Enthusiast können Beispiele sein. Wir dürfen gespannt sein, welcher Verlag in Deutschland als erster die Zeichen der Zeit versteht.

PS Der nächste Workshop zum Thema Mailing Newsletter/Online-Marketing findet in Berlin am 9.02.2009 statt. Er ist vor allem für Weinhändler geeignet.

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Das südafrikanische Weingut Stormhoek spielt einmal mehr virtuos auf der Klaviatur des Viral Marketing!

Die Frage an die online-Gemeinde ist diesmal: Wer schreibt einen Artikel zu Stormhoek? Der Gedanke dahinter: wie bleibe ich im Gespräch und bekomme schnell viel PR und Presse. (Weingüter und Werber: Bitte auch einmal auf die Kosten dieser Aktion achten!)

Stormhoek hat unter der Überschrift “CHRISTMAS COMING EARLY” den ersten zehn Bloggern, Twitterern , VLOGern und FacebookAbonennten zu Weihnachten eine personalisierte Flasche von seinem Single Vinyard Reserve Kultwein mit Namen und Widmung zugesagt. Weltweit “frei Haus geliefert”. Außerdem wird jeder Teilnehmer mit seiner Veröffentlichung auf der Stormhoek Seite vorgestellt. Voraussetzung für die Teilnahme: es muß ein Post oder Artikel zum Thema “CHRISTMAS COMING EARLY” und Stormhoek und der Vinyard Leasing Company Barringtons erscheinen.

Die Ausschreibung wurde im Stormhoek Blog am 24. Oktober veröffentlicht. Am 28. Oktober gab es bereits 28 Publikationen. Die Ausschreibung läuft noch bis Ende des Monats. Man darf gespannt sein, wieviel es bis dahin werden!

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Der Begriff “Virales Marketing” geistert seit geraumer Zeit durch alle Veranstaltungen der Branche und die Hörsäle der Republik. In der Wein- und Spirituosenbranche werden oft die Moorhühner zitiert oder unter Kennern auch die Aktionen des südafrikanischen Weingutes Stormhoek.

Aktuell geistert Dan Aykroyd mit seinem Spot für Crystal Head Vodka durch YouTube: da meint man zunächst in einer neuen Folge von PSI Factor oder Ghostbusters gelandet zu sein. Am Ende (nach fast 8 Minuten) stellt sich dann heraus, dass es um einen in Neufundland gebrannten Wodka geht, der in einen Glasschädel gefüllt wird.

Die Ghostbuster-Fangemeinde ist gespalten, aber mehr als 34.000 Aufrufe in einer Woche sprechen für sich. Anschauen? Hier klicken!

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