Beiträge zum Thema “Weinbau”
Geschrieben von Michael W. Pleitgen in Fachhandel, Marketing, Weinakademie, Tags: Biowein, Frankreich, Herbst, Provence, Südfrankreich, Vollernter, Wein, Weinakademie, Weinbau, 870 mal gelesen
 Vollernter bei Seguret / Côtes du Rhône foto:mpleitgen
Heute morgen um 6 war es soweit – ich hatte mich schon die ganze Zeit gefragt, wann denn die Reben hinter unserem Haus an der Reihe wären. Unüberhörbar war er zugange – ein großer blauer Vollernter der Marke Braud. Mit Ausschlafen war es vorbei – irgendwie habe ich mit diesen Geräten meine ganz eigenen Erfahrungen. Lesen Sie weiter »
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Geschrieben von Michael W. Pleitgen in Marketing, Tags: EU-Weinmarktreform, Hektarertrag, Hoelgard, Kollmann, Mosel, Moselwinzer, Obermosel, Ruwer, Saar, Steillage, Terrassenmosel, Wein, Wein-Bezeichnungsrecht, Weinbau, Weinbauverband, Weinmarktordnung, 1.552 mal gelesen
 Arbeiten in der Steillage an der Mosel copyright: Deutsches Weininstitut (DWI)
Diese Tage erreichte ein Rundschreiben die Winzer an der Mosel: Absender ist eine Gruppe von Betrieben, die sich schon seit längerem mit den anstehenden Gesetzes-Änderungen im Weinrecht beschäftigen. Sie stimmen nicht in das Lamento über die bedrohten Steillagen ein, das zur Zeit landauf – landab auf den Winzerversammlungen der Verbände zu hören ist. Sondern sie setzten sich dafür ein, die Chancen für einen Neuanfang, die sich aus der EU-Weinmarktreform (der Weinblogger Roundtable sprach mit EU-Direktor Lars Hoelgard darüber) ergeben, für die Mosel zu nutzen.
Die neuen Regelungen lassen es nämlich durchaus zu, Lagen, auch Steillagen, und deren besondere Bewirtschaftung, die Rebsorten, Hektarerträge und Mindestmostgewichte schützen zu lassen und Lesen Sie weiter »
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Geschrieben von Michael W. Pleitgen in Fachhandel, LEH, Marketing, Tags: Bereichsversammlung, Wein, Wein-Blogger, Wein-Blogs, Weinbau, Weinbaupolitik, Weinbauverband, Weinfreund, weinhandel, Weinmarktreform, Winzer, 1.683 mal gelesen
 Weinberge im Winter foto:Martin Cathrae
Die gelbe Gefahr, Korken und Cork sind immer einen Kommentar wert. Das sieht man, wenn man sich einmal die Themen auf verschiedenen Blogs anschaut und auf die Anzahl der Kommentare achtet. Gerne kommentiert wird auch alles was Wein-Bewertungen, Wein-Führer, Wein-Presse oder Discount-Weine angeht. Hier Lesen Sie weiter »
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Geschrieben von Michael W. Pleitgen in Fachhandel, LEH, Marketing, Übersee, Tags: Alkohol, Alkoholprävention, Alkoholsteuer, Angebot, Australien, California, Lifestyle, Marketing, OIV, OIV Vicepresident Peter Hayes, Penfolds, Prävention, Sonoma, southcorp. Rosemount, USA, Wein, Weinbau, Weinkonsum, Weinproduktion, Weinwirtschaft, 1.650 mal gelesen
 Im Napa und im benachbarten Sonoma hat der Kampf um das Wasser schon begonnen foto:mpleitgen
Wein wird immer vom Wetter abhängen – aber der soziale und gesellschaftliche Faktor wird immer wichtiger, so läßt sich in einem Satz ein Mini-Symposium zusammenfassen, daß in der vergangenen Woche am Robert Mondavi Institute’s Center for Wine Economics in Davis/California stattfand. Die Davis Lesen Sie weiter »
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“Wenn Ihnen heute morgen kalt ist, gehen wir zuerst in unser Treibhaus” begrüßt uns Filipe Azevedo in der Kellerei bei Blandy’s in Funchal. Aber in der Sonne ist es so schöln warm, daß wir zunächst noch ein paar Minutem auf dem Hof bleiben. Filipe zeigt uns die Traubenannahme und die grünen Traubenkisten, in denen die Weinbauern ihre Trauben von den Weinbergen in die Kellerei transportieren. 20 Kilo, maximum 50 Kilo in einer Kiste. So werden die Trauben nicht schon auf dem Transport zerquetscht und geraten womöglich in Gärung.
 Filipe Concalves Azevedo, Qualitätsmanager bei Blandy
Hier bei der Traubenanahme fällt die erste Entscheidung für den späteren Weinstil: trocken oder süß. Die rote Tinta Negra wird für die “dry” und “medium dry” Variante sofort abgepreßt und vergoren, während für den “sweet” Madeira eine Maischgärung wie beim Portwein angewandt wird. Die weissen Rebsorten werden trocken ausgebaut. Nach dem Pressen beginnt die Gärung, die zu einem bestimmten Zeitpunkt durch die Zugabe von Alkohol gestoppt wird. Eine weitere wichtige Maßnahme, um den späteren Wein-Stil festzulegen.
Die meist angebaute Rebsorte auf Madeira ist die rote Tinta Negra. Sie ist sicher im Ertrag und wird für die Basisweine benutzt.”Das ist das, was Sie hinterher in Ihrer Consommé au Madeira finden. Die kleinen Fläschchen. 3 – 5 Jahre alt und mit dem Estufagem-Verfahren zubereitet.” Der Wein wird 3 Monate in großen Tanks auf 45 Grad erhitzt. Dabei verändert er nicht nur die Frabe: aus Rot wird ein blasses Braun, er oxidiert und verändert sich komplett im Geschmack. Damit er etwas Farbe bekommt, wird ihm etwas Karamel-Coleur zugesetzt. Die Brot -und Butter Variante des Madeira.
Der Stolz sind jedoch die nach der traditionellen, zeitaufwendigen Canteiros-Methode hergestellten Madeira-Weine. Der Wein wird nicht erhitzt, sondern lagert in Holzfässern mindest 5 bis 20 Jahre oder länger, bis er abgefüllt wird. Dabei werden keine neuen Fässer verwendet, denn sie sollen den Wein nicht aromatisieren, sondern für eine langsame Oxidation und Konzentration sorgen.
Wir waren natürlich auf den Estufagem-Keller gespannt. Als Filipe die Tür öffnet schlägt uns tropische Hitze entgegen. Es riecht intensiv nach Alkohol, Gewürzen und Kräutern. An den Tanks stehen die Thermometer auf 45 Grad. “Willkommen im Treibhaus!” sagt Filipe “Hier ist auf der Frühlingsinsel das ganze Jahr Hoch-Sommer!”
PS “ESTUFA” ist das portugisische Wort für Treibhaus oder Gewächshaus.
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Die letzten Wochen hat es ausgiebig geregnet. Und so hat es auf den kleinen Strassen im Norden der Insel zahlreiche Erdrutsche gegeben. Filipe Azevedo steuert um den ein oder anderen Felsklotz herum. Wir fahren in das Tal nach Sao Vicente um einen in den letzten Jahren neu angelegten Rebberg zu besichtigen.
“Das ist einer der größten und professionellsten Traubenlieferanten, den wir haben” sagt Filipe. Knapp 3 Hektar in Steillage oberhalb von Sao Vicente in den Hang terrassiert. Der erst vor kurzem verbreiterte Pfad ist für den Filipes Renault eigentlich nicht geeignet. “Normalerweise fahre ich hier mit dem Jeep hin, wenn ich meine Wein-”Gärtner” besuche”. Filipe ist bei der Madeira Wine Company für die 1.000 Traubenlieferanten zuständig. Er ist für die Qualität verantwortlich. und die fängt auch auf Madeira im Rebbberg an. “Die Leute sind froh, wenn jemand komt und sie berät: Düngung, Reb-Krankheiten, Entwicklung. Sie machen das im Nebenerwerb und sind keine Profis. Häufig wird der Wein zusammen mit Gemüse angebaut. Letztes Jahr hatte ich einen, der mir ganze 16 Kilo brachte!”
Die Wineries haben in der Regel keine eigenen Weinberge und kaufen von den Kleinstproduzenten. Es gibt keine schriftlichen Verträge, das Wort gilt hier oft noch mehr. Jeder Lieferant hat eine Nummer, unter der er anliefert. Sie ist oft schon vom Vater oder Großvater geerbt. Es gibt keine Verpflichtung, die Trauben bei einer einzigen Winery abzuliefern, aber viele tun das aus Gewohnheit. Je nach Rebsorte und Qualität gibt es 1,00 bis 1,50 Euro für ein Kilo Trauben. Die Wege vom Rebberg bis in die Winery sind weit, deshalb werden die Trauben in 20 oder 50 kg Kisten aus Kunststoff angeliefert, die die Winery bereitstellt.
Manche Rebberge liegen direkt am Meer. So in Seixal: 30 Meter über der Brandung des Atlantik. Woanders geht es bis auf 400 Meter. Entsprechend unterschiedlich ist die Reife und die Ernte dauert von Mitte August bis Oktober.
Alleine hätten wir die Neuanlage in Sao Vicente nicht gefunden. So verschlungen sind die schmalen Wege. Die Reben stehen in der Sonne. Von einem Wasserreservoir aus zieht sich ein eigens angelegtes Bewässerungssystem über den Hang. Auch dieser neu angelegte Weinberg wird nur von Hand zu berabeiten sein. Zu steil, zu schmal die Terrassen. “Die Trauben sind hier wirklich das Ergebnis vieler, harter körperlicher Arbeit. Deshalb wird sich die Produktion auch nicht mehr ausweiten” steht für Filipe fest. “Das Projekt, einen weissen Verdelho als Tischwein für die Inselbesucher zu etablieren, wurde eingestellt. Wir haben einfach zu wenig Trauben.”
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