Weinhändler: wo die Probleme liegen

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Do you have a problem? foto:ChiBart/flickr

Any problems ? foto:ChiBart/flickr

Bei meinem Selbstständig mit Wein„-Seminaren und anderen Veranstaltungen berichten Weinhändler immer wieder von den gleichen Schwierigkeiten, denen sie in ihrem Alltag begegnen. Ganz grob lassen sich 4 Problem-Zonen identifizieren:

  • Einkauf
    Der Bezug über Großhändler oder Importeure läßt keine nachhaltige Kalkulation zu. Eigenbezug ist schwierig und aufwendig. Kooperationen mit Kollegen liegen nicht jedem.
  • Mitarbeiter
    Gerade für kleinere Händler ist es schwierig, Personal zu finden. Es liegt weniger an fachlichen Mängeln oder mangelndem Interesse. Was kann ich jemandem bieten, den ich vorwiegend in der Vorweihnachtszeit und als Urlaubsvertretung brauche, den größten Teil des Jahres aber nicht benötige?
  • Organisation
    Ein Warenwirtschaftssystem ist häufig nur in Basis-Version vorhanden und wird nicht richtig genutzt. Wichtige Kennzahlen, die „auf Knopfdruck“ abrufbar sein sollten, gibt es nicht. Betriebswirtschaftliche Auswertungen gibts vom Steuerberater. Folge: es hapert bei der Planung, wichtige Entscheidungen müssen „nach Bauchgefühl“ getroffen werden.
  • Marketing
    Effektive Werbung, Verkaufsförderung und Neu-Kundengewinnung sind hier die Probleme. Genauso wie beim Thema Veranstaltungen und Events wird viel ausprobiert. Das kostet Zeit und Energie.

Diese Probleme sind durchaus zu bewältigen. Die Händler berichten allerdings, daß sie im Alltag zuwenig Zeit haben, sich intensiv damit zu beschäftigen. Die Zeit für ein Seminar lohnt sich: sonst hat man die gleichen Probleme bei nächster Gelegenheit wieder auf dem Tisch. Zum Beispiel wenn es darum geht, eine Vertretung für die wenigen Urlaubstage zu finden, die man sich gönnt.

Mehr zuden Inhalten des Workshops  hier

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2 Kommentare

  1. Speziell die Punkte Einkauf und Personal sind auch bei uns in Österreich in dieser Branche ein großes Problem.

    Viele unserer Weinhändler und Vinotheken haben das Problem Personal wie folgt gelöst:

    In Spitzenzeiten geben Sie angehenden Sommeliers (WIFI etc.) oder Studenten der Weinbauschule die Möglichkeit, sich einige Euros zu verdienen.

    Dieser haben aufgrund ihrer Ausbildung und ihres Studiums das nötige Fachwissen und können somit zusätzliche Erfahrungen sammeln.

    Was den Einkauf betrifft beschreiten sie folgenden Weg:

    Bis zu dreimal im Jahr werden die wichtigsten Weinbauregionen besucht und dabei bestehende Kontakte gepflegt und nach neuen Kontakten Ausschau gehalten.

    Es werden Rahmenverträge abgeschlossen (bestimmte Anzahl an Weinen verschiedener Sorten innerhalb einer bestimmten Zeit). Diese werden telefonisch abgerufen und vom Winzer direkt geliefert.

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