Weinhandel: 2012 wird ein gutes Jahr

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Gute Zahlen für 2011 meldet HAWESKO – insgesamt legte der Konzern 9% zu und erstmals geht es über die 400 Mio Euro Schwelle.

Einkaufspassage

Einkaufspassage - kein Konsumrausch, aber es wird gekauft foto:mpleitgen

Der Einzelhandel mit Jacques‘ wuchs um 5,4%  – zieht man die neueröffneten Geschäfte ab, dürfte immer noch ein deutliches Plus bleiben.  Und auch der Versand / Online-Handel setzte  8,1 % mehr um.

„Der Weinmarkt in Deutschland insgesamt ist nach Erhebungen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Jahr 2011 wertmäßig um 1,9% gestiegen“ teilt HAWESKO mit und attestiert sich ein überdurchschnittliches Wachstum. Das bedeutet, daß irgendwo andere auf der Strecke bleiben.

Die Erfolgreichen werden erfolgreicher. Wer als Kleiner seine Nische noch nicht gefunden hat, muss sich warm anziehen.  Der Fachhandel insgesamt wächst kaum noch – ist aus der Großhandelsszene zu hören – der Kuchen werde aber neu verteilt. Daran wird sich auch 2012 nichts ändern.

2011 war für die meisten Händler ein gutes Jahr mit moderatem Wachstum. Im letzten Quartal 2011 wurden die Prognosen für 2012 mit der zunehmenden Fiananzkrise immer verhaltener: man sah dunkle Wolken am Horizont aufziehen.

Jetzt meldet das IFO-Institut , daß sich bei wichtigen Frühindikatoren ein gemächlicher Aufwärtstrend verfestigt.  Das Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat sich im Januar zum dritten Mal nacheinander verbessert.

Auch der Handelsverband Deutschland HDE  ist optimistisch, dass der Handel den Umsatz 2012 zum dritten Mal in Folge steigern kann, wie der Geschäftsführer Stefan Genth gestern sagte. Für das Jahr 2011 meldet der Handelsverband ein Umsatzplus von 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Preisbereinigt sind das immer noch 1,2 Prozent.

Die Weinkäufer haben sich von Banken- und Euro-Krise nicht beeindrucken lassen – im Gegenteil: daheim wollte man es sich gemütlich machen, die „Burg“ ausbauen und da gehört der Wein mit dazu.

Stimmen die Prognosen und sollte die wirtschaftliche Situation einigermassen stabil bleiben, hat 2012 das Potential für den Weinhandel wieder ein gutes Jahr zu werden. HAWESKO hat für 2014 schon mal die halbe Milliarde angepeilt.

PS Hier noch eine aktuelle Meldung, die dazu passt „Deutschlands Firmen fahren Produktion hoch

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Ein Kommentar

  1. Ich bin schon sehr gespannt, ob die fortschreitende Euro-Krise nicht doch noch zu einem deutlichen Dämpfer für den Markt führen wird. Zu offen ist, dass in solchen Krisenzeiten sich der Trend zu mehr Häuslichkeit und Wohlbefinden auch pos. auf den Wein-markt auswirken wird.

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