Auch in der Weinbranche: Blogs werden immer wichtiger

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Blogs werden immer mehr zum Bestandteil des medialen Alltags. Die größte Akzeptanz haben Blogs im online- oder internetaffinen Umfeld: bei Medienschaffenden oder in der IT-Branche. Aber auch in anderen Branchen werden Blogs mehr und mehr zum Bestandteil des täglichen Informationscoktails. Der Basic Thinking Blog hat sich zum Jahresende umgeschaut und 2008 zum Jahr der Fachblogs ausgerufen. Er führt eine Reihe von Blogs an, die seiner Meinung nach auf dem Wege zu einem eigenständigen Geschäftsmodell sind, heißt, ihren Mann oder ihre Frau ernähren können.

An seinem ersten Beispiel Gastgewerbe Gedankensplitter zeigt er auf, wie Blogs im Rahmen einer Gesamtstrategie profitabel geführt werden können. Von den täglich gratis angebotenen Informationen und Hintergründen aus der Branche profitiert der potentielle Kunde für Beratungs- oder andere Aufträge. Das ist auch das Modell, unter dem der Blog der Weinakademie Berlin angetreten ist: warum sollen unsere Leser nicht davon profitieren, wenn wir uns bei der Vorbereitung von Veranstaltungen und Kursen jeden Tag durch einen Berg von branchenspezifischer Information wühlen? Was dann hier zu finden ist, sind Zusammenfassungen, Anregungen und Links: in die Tiefe geht es bei unseren Seminaren. Nach dem gleichen Modell funktioniert der Blogtrainer von Karl-Heinz Wenzlaff, der Beratung und Seminare für business blogs anbietet und auf dessen Seiten jede Menge interessanter Tipps für den Blogger-Alltag zu finden sind.

Was Blogs angeht, scheint sich die Weinbranche allen Unkenrufen zum Trotz doch im Aufwind zu befinden: Mario Scheuermann hat zum Jahresende recheriert, wie viele deutschsprachige Weinblogs es jetzt gibt: er ist auf die erstaunliche Zahl von 60 gekommen. Für die professionellen Weinblogs hat er für das 4.Quartal Zugriffszahlen und Besucher eruiert.

Noch zwei Bemerkungen zu den meistgelesenen Artikeln in unserem Blog: Themen die sich unmittelbar oder mittelbar mit Medien im Umfeld Wein befassen, finden die meisten Leser und werden am meisten diskutiert. Ich denke, dass liegt einfach am Medium selbst: es wird wie Eingangs erwähnt, am intensivsten von online- oder internetaffinen Personen genutzt.

Zum zweiten werden Artikel mit Hintergründen zu Firmen gerne gelesen. Gibt es neue Ideen, wo geht es hin, was machen die Kollegen? Der Wettbewerb ist dichter und härter geworden: da gilt es schneller zu sein und genauer hinzuschauen.

Unser Blog wird fast ausschließlich von Profis aus der Weinbranche gelesen und für diejenigen ist er auch gedacht. Die meisten greifen von ihrem Schreibtisch im Büro auf unsere Seiten zu: der Weinakademie Blog wird von Montag bis Freitag gelesen. Die Zugriffszahlen werden deshalb niemals diejenigen der Blogs erreichen, in denen Verkostungsnotizen und Geschmacksurteile für Weinliebhaber zu finden sind. Diese registrieren die meisten Zugriffe nach Feierabend und am Wochenende. Trotzdem scheinen unsere Seiten relevant zu sein und Qualität zu bieten: ein Vierteljahr nach Erscheinen führt der Online-Medienbeobachter RIVVA unseren Blog unter den 200 wichtigsten deutschen Online-Publikationen!

Ich freue mich auf ein spannendes und erfolgreiches 2009 mit unseren Lesern!

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3 Kommentare

  1. Pingback: Basic Thinking Blog | Weinblogs: Leserzahlen

  2. Vieles in dem Artikel geäußertes sehe ich ähnlich. Vier kleine Einwände habe ich jedoch:

    1.) Weinblogs werden nur in einem Schneckentempo wichtiger. Es gibt noch immer keine wirklich kapitalkräftige Firma im Bereich Wein, die einen Blog betreibt. Kein Weinimporteur wagt sich hier hervor (abgesehen von einer Randerscheinung wo für ganz wenig Geld ein firmenfremder Autor beschäftigt wird).

    2.) Die Trennung zwischen Profiweinblogs und privaten Weinbloggern ist willkürlich. Vielmehr sehe ich unter den zehn Besucher- und PI-stärksten Blogs kaum einen, der nicht irgend etwas beruflich mit Wein zu tun hat und seinen Blog nicht zumindest für die Bekanntheit seiner Person in der Weinwelt und damit sein berufliches Weiterkommen nutzt.

    3.) Die Besucherstärke von Weinblogs ist überall wochentags und zu Arbeitszeiten stärker als am Wochenende und nach Feierabend. Da gibt es keinerlei Zusammenhang zwischen mehr oder weniger im Weingeschäft verankerten Bloggern.

    4.) Mir ist schleierhaft wieso Basic ausgerechnet die Gedankensplitter heranzieht. Ich will nichts negatives über diesen Blog sagen. Bei Blogoscoop gibt es jedoch wesentlich besucherstärkere Fachblogs (auch im Bereich Wein). Und diese Statistik http://www.blogoscoop.net/images/statistics/visits-725.png?04.01.2009 sieht nun keineswegs positiv aus.

  3. Ich sehe das ähnlich.

    Blogs und News Feeds sind nicht zu unterschätzende, allerdings auch nicht zu überschätzende, Tools im Internet die jeder in der Weinwirtschaft nutzen sollte, falls er auf sich aufmerksam machen will.

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