California dreaming

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Golden Gate Bridge Foto:zoonabar/flickr

Golden Gate Bridge Foto:zoonabar/flickr

Gestern sind wir hierher in den Indian-Summer geflogen. 11 Stunden von Deutschland. Es ist warm, wolkenloser Himmel. Ein Bilderbuchwetter. Nachmittags fahren wir ins Livermore Valley zum Übernachten. Am Montag morgen gehts los: eine Tour de Force durch die Wineries in Napa und Sonoma, dem Herzstück Kaliforniens: Concannon, Wente, Beringer,Viader, Montelena, Mondavi, Duckhorn, Benzinger, Geyser Peak, Seghesio, William Hill, FerrariCarano, BuenaVista und Schugg. Die Reise wird vom California Wine Institute organisert.

Einmal selbst sehen, wie es hier aussieht, was das für Leute sind, was für sie Wein bedeutet, das ist ein Grund der Reise. Zu erfahren, welche Probleme sie haben, wie sie sich ihre Zukunft vorstellen, ist ein anderer Grund, vor Ort Fragen zu stellen.

Letzte Woche kam ein neues Buch auf denn Schreibtisch: Gallo be Thy Name, the inside story of how one familiy rose to dominate the US wine market. Im Flieger war genug Zeit, einmal quer zu lesen: in der Geschichte der Gallos scheint sich die ganze neuere Geschichte des kalifornischen Weins zu spiegeln. Themen: die Einwanderer und ihre Weinkultur, Prohibition, Gangster und AlCapone, Neubeginn nach dem zweiten Weltkrieg, die Allianz von Wein und Marketing und die Enkel, die sich auf Fanmilentraditionen zurückbesinnen.

In den USA haben sich die kalifornischen Winzer ein Qualitäts-Image aufgebaut, obwohl Kalifornien nicht nur für Klasse sondern auch für Masse steht. Wie schaffen die Kalifornier diesen Spagat? Im Ausland steht Kalifornien für US-Weine schlechthin, denn 95% aller Exporte stammen von dort. Und es hat gegen viele Vorbehalte zu kämpfen: Industrie-Weine, lasche Gesetzgebung, Alkohol-Bomben. Dabei setzen die kalifornischen Winzer seit 2003 auf nachhaltige Produktion. „California greening“ ist ein Stichwort. Und es lassen sich auch neue Stile erkennen. Die aktuelle Krise hat alles wie mit einer Lupe vergrößert: viele Weingüter haben Absatzprobleme, scheinen nur für Schönwetter-Märkte gerüstet zu sein.

Jede Menge Ansätze für Fragen! Wer mitfragen will, schreibt einfach in den Kommentar. Bis Samstag kommen die Antworten direkt von vort Ort!

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Ein Kommentar

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