Weinkäufer: Wie wichtig ist das Etikett?

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Das Wein-Etikett ist für die meisten Weinkäufer das wichtigste Entscheidung-Kriterium für den Kauf! Das erstaunt gerade im beratungslosen Handel nicht. Im Supermarkt ist das Etikett und die gesamte Flaschenausstattung das einzige Medium um die Botschaft des Winzers oder der Marke zum Verbraucher zu transportieren.

Picnic Riesling von Two Paddocks, NZ

Picnic Riesling von Two Paddocks, NZ

Aber auch im Fachhandel zeigt das Etikett Wirkung: wird der Wein für einen besonderen Anlass gekauft, zum Beispiel für einen Abend unter Freunden, ist das Etikett wichtiger, als wenn er nur für den eigenen Konsum gedacht ist. Frauen achten mehr auf das Etikett als Männer. Und wichtig: wenn das Etikett gefällt, ist die Wiederkaufsrate höher. Das alles sind Ergebnisse, die eine Nielsen-Studie bereits vor einem Jahr bei einem Symposium in den USA vorstellte.

Schön wäre es, wenn Nielsen auch gleich mitgeliefert hätte, welche Etiketten den Verbraucher nun besonders ansprechen. Weil es „den Weinkäufer“ nicht gibt, rät die Studie auf die Zielgruppe und deren Vorlieben zu achten. Die ebenfalls von Nielsen veröffentlichte „Generations“ Report sagt aus, dass im Vergleich zu Bier- und Spirituosenkonsumenten, Weinkäufer mehr auf Anmutung von Etikett und  Ausstattung achten. Sie lassen sich gerne durch die Verpackung und Beschreibungen auf dem Etikett beim Kauf ihres Weins leiten. Auch beim Testen eines neuen Weins gibt ihnen das Etikett wichtige Hinweise.  Für junge Verbraucher sind Etikett und Aufmachung wichtiger als für ältere.

Die Studie stellt fest, dass es sowohl für traditionelle als auch moderne Etiketten Käufer gibt. Diese Erkenntnis deckt sich mit der vor Jahren von Constellation herausgebrachten Typisierung: Weinfans 12% der Weinkäufer (lieben die Vielfalt), überwältigte Konsumten 23% (lesen Wein-Etiketten besonders aufmerksam), Image seekers 20% (wollen Freunde und Gäste beeindrucken), Traditionskäufer16% (bevorzugen traditionelle Etiketten) und Satisfied Sippers14% (sind produzenten- und marken-treu).

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3 Kommentare

  1. Das Etikett ist meiner Meinung nach sehr wichtig. Mitlerweile gibt es ja schon Angebote, wo man ein individuelles Etikett bekommt. So ein Wein mit persönlichem Etikett ist zwar schon eine schöne Geschenkidee, aber es geht noch besser.

    Man kann auch eine Patenschaft für eine Weinrebe übernehmen und beim Entstehungsprozess des Weines dabei sein. Dann erhält man einmal jährlich drei Flaschen des Rieslings zugeschickt.

    http://www.ausgefallenesachen.com/2009/08/weinstockpatenschaft-eigene-rebe-eigener-wein/

    lg Gigi

  2. Pingback: Mein eigener Wein

  3. Das Wein-Etiket ist wirklich wichtig, aber auch eine innovative Weinverpackung ist wichtig. Die klassischen Weinverpackung haben sich gewandelt, aber auch die Präsentation bei der Weinverkostung kann heute modern gestaltet werden, das das Wein Etiket sichtbar bleibt http://www.einfach-gut-kaufen.de/ice-bag-flaschenkuehler/. Auf jeden Fall ändert sich einiges in der Weinbranche durch die jungen Winzer.

    BG

    Weber

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