Beste Weinfachhändler 2014 - Vineyard Hamburg, Weinladen Schmidt Berlin, Frankfurt Wein foto: mpleitgen

Beste Weinfachhändler 2014

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Bester Weinfachhändler 2014 ist der Berliner Weinladen Schmidt. Schmidt betreibt in Berlin 5 Filialen und ist im Gastro-Großhandel der Hauptstadt tätig.

Beste Weinfachhändler 2014 - Vineyard Hamburg, Weinladen Schmidt Berlin, Frankfurt Wein foto: mpleitgen

Beste Weinfachhändler 2014 – Vineyard Hamburg, Weinladen Schmidt Berlin, Frankfurt Wein foto: mpleitgen

Außerdem gehört die bekannte Rutz Weinbar zu Schmidt. Vom Deutschen Weininstitut (DWI) und dem Fachmagazin Wein+Markt wurde Weinladen Schmidt bei der ProWein aber nicht für diese zahlreichen Aktivitäten ausgezeichnet, sondern ganz explizit für das Konzept des Weinladens in der Kollwitzstrasse im Prenzlauer Berg.

Besonderer Einsatz für Deutsche Weine

Mit dem Preis werden Fachhändler ausgezeichnet, die über ein qualifiziertes Angebot möglichst aus allen deutschen Anbaugebieten verfügen und dies auch in den Mittelpunkt ihrer Tastings und sonstigen Veranstaltungen stellen. So ist im Laden im Prenzlauer Berg ein hochwertiges Sortiment deutscher Weine zu finden. Zum Angebot gehört auch eine kleine Weinbar, in der die Weine gleich vor Ort genossen werden können. Im Laden in der Kollwitzstrasse hat Schmidt ganz bewusst sein Deutschwein-Profil geschärft – die Konkurrenz mit einem breiten internationalen Angebot und vergleichsweise günstigen Preisen liegt direkt auf der anderen Straßenseite gegenüber: eines von drei Jacques‘ Wein-Depots in Ost-Berlin.

Es geht auch mit Weinen ab 10 Euro aufwärts

Der zweite Preis geht 2014 an Frankfurt Wein. Gernot Dorsch und Wolfgang Feierfeil haben sich auf Topp-Weine aus Deutschland und Burgund konzentriert. Der von einem Innenarchitekten gestaltete Laden im Frankfurter Ost-End erinnert eher an eine Design-Boutique als an einen Weinladen. Die Weine werden hier wie hochwertige Schmuckstücke präsentiert. Dorsch und Feierfeil beweisen seit 6 Jahren, dass man auch mit Weinen ab 10 Euro aufwärts ein gutes Geschäft machen kann. Die Kunden kommen aus dem gesamten Rhein-Main Gebiet und darüber hinaus. Das Geschäft vor Ort wird durch ein Internet-Angebot unter dem Namen „Deutsche-Weine.com“ ergänzt.

Stationäres Geschäft plus Weinbar

Die Damen vom Hamburger Weinlager Vineyard wurden für die Kombination von Ladengeschäft und Weinbar ausgezeichnet. Alle Weine können gegen ein geringes Korkgeld direkt konsumiert oder bis in die späten Abendstunden käuflich erworben werden.

DWI Geschäftsführerin Monika Reule hob bei der Preisverleihung am ProWein-Montag in Düsseldorf   den bedeutenden Stellenwert des Fachhandels für die Erzeuger hervor. Mit ihrer Kundenberatung seien sie wichtige Multiplikatoren für die heimischen Erzeuger.

Erzeuger brauchen den Fachhandel

Was bei der Laudatio nicht angesprochen wurde: die Erzeuger sind darauf angewiesen, den Schulterschluss mit dem Fachhandel zu suchen. Aufgrund ihrer kleinteiligen Struktur und der fürs Überleben notwendigen hohen Preise kommen die Weingüter als Partner des Lebensmittelhandels nicht in Frage. Auch die Kapazität der Selbstständigen REWE und EDEKA-Händler, die ein hochwertiges Sortiment führen, ist begrenzt. Bleiben also Direktvermarktung und Fachhandel.

Es ist bekannt, dass die Zusammenarbeit zwischen Weingütern und Fachhandel nicht ganz ohne Probleme ist. Stichworte Ab-Hof-Preise, Konditionen, Ausstattungen, Exklusivitäten – nur um ein paar zu nennen. Wo die Konfliktfelder liegen und was Erzeugern und Fachhändlern geraten werden kann, wird gerade im Rahmen einer Abschlussarbeit der Weinbetriebswirtschaft in Heilbronn untersucht. Die Ergebnisse werden beim Heilbronner Weinfachhandelstag am 8. September vorgestellt.   

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Ein Kommentar

  1. Gratulation an dieser Stelle.

    Beste Grüße aus Viernheim
    ML

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