Friendfeed + Facebook = Lifestreaming

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Die Übernahme des Nischen-Dienstes FriendFeed durch Facebook folgt nicht nur ökonomischer Logik: FriendFeed hat etwas, was Facebook fehlt. Auf FriendFeed lassen sich bis zu 58 Dienste integrieren. Dazu gehören so schöne Sachen wie Facebook, Twitter, Digg, SlideShare, Pandora und Amazon. Und natürlich jeder RSS oder Atom-Feed. Das heißt, mit FriendFeed habe ich so gut wie jede moderne Website oder Blog auf dem Schirm.

toolsbadgeIm daraus entstehenden Stream kann man live alle auf diesen verschiedenen Kanälen geposteten Beiträge verfolgen ohne zwischen Twitter, Facebook etc umschalten zu müssen. Und man kann den Stream seinen Freunden, Followern und Lesern zugänglich machen. Dabei kann jeder auf den ersten Blick sehen, woher die Informationen stammen, ohne bei den einzelnen Diensten abonniert zu sein. Und jeder kann die einzelnen Postings kommentieren. Wunderbar!

Es wird noch besser: FriendFeed hat eine Suchfunktion, die sich über den gesamten Inhalt aller Postings erstreckt. Also: das Stichwort „Wein“ wird sowohl in Tweets, als auch in Blogbeiträgen oder in Digg gefunden, sofern sie Bestandteil des FriendFeed Streams sind. Genial!

Wenn aus Facebook mit Hilfe von FriendFeed vielleicht FaceFeed wird, wäre es auf lange Zeit kaum einzuholen. Man brauchte sich im Prinzip nur noch bei Facebook einzuloggen. Damit hätte man automatisch alle für einen selbst relevanten Dienste zur Hand. Und zusätzlich könnte man live  mit Freunden darüber kommunizieren. Dazu noch die Suche über alle Dienste hinweg! Ein mächtiges Tool für Online-Marktforschung. Twitter-Search wäre demgegenüber ein Kinderspielzeug.

Unter der Überschrift „Aktuelles aus der Weinwelt“ ist auf dieser Seite links ein solcher mit FriendFeed zusammengestellter und automatisch aus den definierten Quellen gespeister Stream zu sehen. Hier das Original. Meldungen aus Twitter, von Online-Zeitschriften wie Decanter oder dem Google-Stichwort „Wein“ werden dort kontinuierlich eingeblendet.

Facebook ist für jedermann zu verstehen und zu bedienen. Das ist sicher  ein großer Teil seines Erfolges. Der neueste Trend geht bei den Profis allerdings bereits weiter: zu dem einheitlichen, kommentierbaren Stream, in den man alle verfügbaren Medien und Dienste selbst unkompliziert einbinden kann, der mit allen Diensten kommuniziert, so einfach ist, wie das Versenden einer mail und den man in jeder Lebenslage auf allen Kanälen erreichen kann. 

posterous_logo1Das Werkzeug dafür gibt es auch schon „Posterous – the place to  post everything. Amerikas Alpha-Blogger Steve Rubel muss man jetzt als Ex-Blogger bezeichnen. Alle seine Postings, Tweets, Bookmarks, Videos etc finden sich seit ein paar Wochen im Steve Rubel Lifestream. Ziemlich nah dran am wirklichen Leben!

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2 Kommentare

  1. Eine noch vielfälltigere Variante als posterous kommt aus Österreich: das junge Start Up soup.io verbindet alle möglichen Web 2.0 Applikationen zu einer großen „Suppe“. Das faszinierende an diesem Konzept ist, wie schnell man seine eigene „Suppe“ zubereiten kann. In meinem Falle (Import von Lesezeichen von Mister-Wong, Youtube Favoriten, Twitter, Flickr) gerademal 3 Minuten. Bei Bedarf kann man aus einer riesigen Anzahl weiterer Netzwerk seine Daten importieren.

    Ich bin sehr gespannt, wie diese neue „Becken“ für die verschiedenen Social Networks bei den Gelegenheits-Usern ankommen werden.

    Hier ein Beispiel anhand meines „Eintopfs“:
    http://vinophil.soup.io/

  2. Pingback: The next big thing: posterous ?

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