Jacques‘ geht mit shop online

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Kein Aprilscherz: zum 1. Apil stellte Jacques‘ Wein-Depot seinen neuen Shop online. Erst auf den 2. Blick fällt die kleine Veränderung der Website auf. Oben rechts ist ein „Warenkorb“ aufgetaucht. Alle Jacques‘-Weine können ab sofort online geordert werden. Jacques‘ liefert zu Ladenpreisen ab einer Flasche in 3-4 Tagen nach Hause. Für die Zustellung werden einheitlich acht Euro verlangt.

Neu: der Warenkorb oben rechts

Neu: der Warenkorb oben rechts

Jacques‘ möchte mit seinem Shop bestehende Kunden errreichen, denen der Weg ins Depot zu weit ist oder die keine Zeit für einen Einkauf haben. Zudem ermöglicht der Shop sicher auch neue Kunden zu akquirieren, in deren unmittelbarer Nähe sich kein Jacques‘ Depot befindet. Jacques‘ Stärke, das Einkaufserlebnis vor Ort, die Probiermöglichkeit und den persönlichen Kontakt kann und will wohl die Seite nicht ersetzen. Sie macht es eingefleischten Jacques‘ Fans einfacher, an ihren Wein zu kommen.

Für das Jacques‘ Geschäftsmodell ist der Schritt ins Internet trotzdem eine große Veränderung: Jacques‘ hatte sich vertraglich gegenüber seinen Franchisern/Partnern vor Ort verpflichtet, ausschließlich über das Partner-System zu verkaufen. Online-Umsätze laufen jedoch zentral. Dagegen gab es von Partner-Seite massiven Widerstand, der das Projekt im vergangenen Jahr fast gekippt hätte. Das dürfte auch der Grund sein, warum der Online-Shop eher still und leise ans Netz geht. Es ist aber wohl eine Lösung gefunden worden, die die Partner mitspielen läßt: alle Weine aus dem Online-Shop können bei Nichtgefallen im nächsten Depot zurückgegeben werden. Damit ist auch die Reklamations- und Rückhol-Problematik beim Online-Verkauf erledigt.

Der Jacques‘ Online Shop wird von Wolfgang Oster verantwortet, der lange Jahre für den MANUFACTUM Internetauftritt zuständig war. Bei MANUFACTUM  war in der Einführungsphase wohl genausoviel Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl notwendig, wie bei seiner jetzigen Aufgabe.

2.April 2009:

Am Tag 2 des neuen Online-Shops wird auf der Hompage deutlich auf die Bestellmöglichkeit übers Netz hingewiesen.

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4 Kommentare

  1. Ein Zugeständnis an die Depot-Betreiber ist wohl auch der Umstand, dass einige Weine nicht online verfügbar sind. Habe jetzt schon bei mehreren Weinen den Vermerk „nur im Depot erhältlich“ gesehen. Zudem hat man jedem Wein den Link „Jetzt im Depot probieren!“ spendiert. Spannender Spagat …

  2. ich schließe mich dem vorhergehenden Kommentar und auch Herrn Pleitgen an, meine Sicht zu schildern. Grundsätzlich ist es keine Situation die Erstaunen auslöst wenn ein Weinhandelsunternehmen heute online geht, wobei ich finde dass Jacques dies recht spät eingefallen ist. Ich würde Herrn Oster der die Verantwortung für den Onlineauftritt bei Jacques hat, schnellstens raten zu reagieren(bezogen auf Vorkommentar)und die Bestellmöglichkeit für seine Kunden umzusetzen. Nichts ist schlimmer wenn der Kunde den Eindruck hat verarscht zu werden, mit Spielereien Online nicht vorrätig und Verweise zum Depot. Entweder ich verkaufe online oder lasse es einfach. Ich kämpfe in meinem Weinunternehmen um jeden Kunden und biete auch den Service für den Kunden nach bestimmten Weinen bzw. gesuchten Jahrgang zu besorgen.
    Wichtig ist dabei das der Kunde weiß, woran er ist und wenn er weiß dass ich in 15 Tagen den Wein aus Bordeaux oder unserem Außenlager(kurzfristig) im Elsass besorgen kann ist das ok. Wenn ich mir vorstelle so zu handeln, hätte ich schon längst dicht gemacht.

  3. @ Klaus Ruckmich bei den Weinen, die man nicht bestellen kann handelt es sich wohl um Artikel aus den Aktionen und Bag-in-Box, die für den Versand nicht geeignet sind.

  4. Zum Teil sind es auch Weine z.B. von Kloster Eberbach. Ich vermute dahinter eher ein weiteres Zugeständnis an die Depotbetreiber.

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