Social Media und Wein – neue Wege zum Wein-Kunden oder Spielerei?

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Simone Renth-Queins begrüßt Patrick Johner und Dirk Würtz zur Best-Practice-Runde

Simone Renth-Queins begrüßt Patrick Johner und Dirk Würtz zur Best-Practice-Runde

Der Winzer mit der eigenen IP-TV-Show oder Weihnachtsgrüße aus dem Maori-Land mit singenden Kiwis vom Pinot-Spezialisten aus zwei Welten – das sind selbst im Web 2.0 Ausnahmen. Trotzdem konnten wir, Dirk Würtz, Patrick Johner und ich den 60 – 80 Teilnehmern bei der Web 2.0 Veranstaltung der Intervitis in Stuttgart eine Menge praktischer Tipps mit auf den Weg geben. Passend zum Thema wurde die Veranstaltung vom Team der Würtz-Show live ins Internet gesendet. Die Aufzeichnung kann man sich bei Dirk Würtz anschauen.

Die vorausgegangenen Vorträge dürften manchen im Publikum etwas ratlos zurückgelassen haben. Dirk Würtz merkte das bereits an. Wie oft bei solchen Veranstaltungen wurde der konkrete Bezug zum Geschäft nicht richtig hergestellt. Es wurde nicht klar, wann und für wen es Sinn macht, sich mit Facebook, Twitter oder anderen Kanälen zu beschäftigen. In den Gesprächen nach der Veranstaltung meinten viele, sie hätten sich mehr konkrete Beispiele gewünscht, wie eine Online-Strategie in der Praxis aussehen kann.

Ich hatte im Vorfeld drei Best-Practice-Modelle herausgesucht: eine Minimal-Lösung mit einer Website für Informationen zum Weingut plus einem Facebook-Account für die Ankündigung von Veranstaltungen und zum Dialog mit den Fans (Kundenbindung). Eine Lösung, die einfach und direkt ist, schnell erlernt werden kann und mit wenig Zeitaufwand verbunden ist. Die beiden anderen Beispiele zeigen, wie man als Familien-Betrieb auf fast allen Kanälen präsent sein kann. Beide Beispiele sind sehr viel aufwändiger, machen aber Sinn, da in Zeiten der Rezession auch für große Betriebe der direkte Kontakt zum Kunden immer wichtiger wird.

Wer sich für Werbung, PR und Verkaufen im Web 2.0 interessiert, sollte sich zunächst einmal einen Überblick verschaffen. Dafür ist unser Seminar „Internet und Social Media für Winzer, Weingüter und Weinhändler“ gedacht. Zu Inhalten und Terminen geht es hier.

Ganz ohne Fleiß gibt es auch im Web 2.0 keinen Preis. Durch die neue Technik und die vielen im Netz bereits vorkonfigurierten Elemente (Chats, Dialoge, Blogs, Foto-oder Video-Datenbanken mit Kommentarfunktion, etc) ist es viel einfacher geworden, etwas aufzusetzen. Damit es erfolgreich wird, sollte man es aber von Anfang an richtig machen. Ausprobieren und  „Einfach loslegen“, wie so oft geraten wird,  halte ich für falsch. Das sieht man an den vielen Ruinen, die im Netz stehen. Den Erfolg bringt auch im Web 2.0 ein guter Plan und kontinuierliche, systematische Arbeit.

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