Vor dem Einkauf erst zu Google

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Before they buy – they google“ – diese Erkenntnis ist nicht neu, aber bei dem ganzen Social Media Hype sei sie wohl doch etwas in Vergessenheit geraten,

Dan Zarella

Dan Zarella credits:danzarrella.com

sagte der Social Media Forscher Dan Zarella bei einem Online Vortrag vergangene Woche.

Wer Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen hat, für den kommt es nach wie vor darauf an, auf den vordern Plätzen bei den Suchmachinen zu erscheinen. Damit wird man nicht nur besser gefunden – neue Untersuchungen zeigen, daß Top-Ergebnisse in der Suche extrem vertrauensbildend wirken. Und: Vertrauen ist das wichtigste Kriterium, wenn es um Online-Bestellungen und Kontakte geht!

Die gleichen Untersuchungen haben auch gezeigt, daß Social Media Kanäle und Blogs bei der Informationsbeschaffung vor dem Kauf deutlich zurückstehen. Fast 80% der Männer und mehr als 70% der Frauen informieren sich mit Hilfe von Suchmaschinen. Interessant: über 30-Jährige informieren sich schwerpunktmäßig hier, bei den Jüngeren spielen Social Media und Diskussionen in Foren eine größere Rolle.

Nach wie vor kommt es darauf an in der organischen Suche hoch zu ranken – die meisten Nutzer, fast 90 %, ob jung oder alt, trauen bezahlten Anzeigen in Suchmaschinen (zum Beispiel Google Ads) nicht. Wer klickt überhaupt auf Ads? Zarella stellte fest, die meisten User klicken maximal ein Mal im Monat auf eine Anzeige!

Statt in Suchmaschinen-Anzeigen solle man sein Geld lieber in Email-Kampagnen stecken. Die Kombination von Email-Marketing und Suchmaschinen-Optimierung brachte in der Untersuchung die besten Ergebnisse im Klickverhalten, wenn es um die Vorbereitung von Kaufentscheidungen geht.

Für Suchmaschinen-Optimierung (SEO) brauche man in kleinen Firmen und als Selbstständiger keinen Guru anzuheuern: das könne man selbst erledigen. Natürlich seien Keywords wichtig, aber man solle daraus keine Wissenschaft machen. Google sei mittlerweile so intelligent, daß es feststellen könne, wie wichtig der Inhalt eines Artikels zu einem bestimmten Thema / Keyword sei.

Noch immer kommt es darauf an, möglichst viele Links zu generieren, die auf die eigene Seite verweisen. Um sich Backlinks zu organisieren gebe es kein besseres Instrument, als einen Blog auf seiner Seite zu haben und sich anderer Social Media Kanäle wie Facebook und Twitter zu bedienen.  Früher haben wir von „link baiting“ gesprochen, heute reden wir von Social Media als „Zulieferer“, sagte Zarella.

Meine take-aways dieses ersten Teils:

  • die Suchmaschinen im Auge behalten
  • einen Blog auf der Seite haben
  • in den Social Media Kanälen präsent sein

Morgen folgt der zweite Teil mit Ergebnissen aus Zarellas Vortrag mit praktischen Tipps fürs Bloggen und Posten.

Zu den slides des Vortrages geht es hier The Science of SEO

Die neuen Weinakademie Seminare zu Social Media für Winzer und Weinhändler finden am 31. März 2012 und am 16. Juni 2012 in Heilbronn statt.

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