Warum Social Media für Marketer immer wichtiger wird

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Was gestern noch stimmte, muß heute nicht mehr stimmen

Was gestern noch stimmte, muß heute nicht mehr richtig sein Foto: Clemson / flickr / CC BY 2.0

Wer zur See fährt, verläßt sich auf den Steuermann – wer Revolution macht, verläßt sich auf die Schriften Mao Tse-tungs. Die modernen Guerilla-Marketer verlassen sich am liebsten auf ihre eigenen Zahlen. In Zeiten erodierender Budgets und zunehmenden Erfolgsdrucks geht der Trend interessanterweise offiziell immer noch zum Brand Marketing. Die Profilierung der eigenen Marke steht nach wie vor ganz oben auf der Aufgabenliste der Marketer.

Marketing Budgets stehen unter strenger Beobachtung der Verkäufer: wieviel Umsatz generieren die Marketing-Leute mit ihrem Geld eigentlich? Diese Frage müssen die meisten Marketer heutzutage schon bei ihrer Planung berücksichtigen. Deshalb wird bei jeder Maßnahme gefragt, ob sie auch verkauft.

Wie funktioniert das in Zeiten knappen Geldes? Die klassischen Medien werden mehr und mehr unbezahlbar, deshalb wird in Online investiert und Social Media als preiswerter Kanal getestet. Interessant: vor allem für Mittelständler sind die sozialen Netzwerke bislang eine Black Box. Man weiss, was man investiert, aber was herauskommt weiss man nicht. Auch die Risiken nimmt man in Kauf: Imageprobleme, Negativwerbung oder Probleme mit den Kunden. Fast möchte man meinen, es wird nach dem Motto „Augen zu und durch“ gehandelt: 59% sehen Social Media als größte Herausforderung und schichten massiv Ressourcen in diese Richtung um.

Klar ist das von daher, dass vor allem Mittelständler wissen möchten, ob sie ihr Geld nicht für Vodoo ausgeben: über 50% sehen die Verbesserung des Social Media Monitoring als größte Herausforderung, gefolgt von Web-Analyse und Email-Marketing-Tools.

Immer wichtiger wird der direkte Zugang zum Kunden: in Email-Marketing wollen 59% der Firmen investieren – vor allem im B2C Kontakt wird Email der bevorzugte Kanal. In  2011 sehen jetzt 49% (Vorjahr 43%) der Marketer hierin ihr wichtigstes Instrument. Aber auch hier wird nicht konsequent agiert: immer noch drei Viertel der Versender setzen nach wie vor auf Massen-Emails, zwei Drittel unterscheiden zumindest nach Zielgruppen und nur ein Drittel verschickt anlassbezogene Mails oder systematische Zufriedenheitsabfragen nach dem Kauf.

Die Zahlen kommen aus einer Umfrage von focus researchaus den USA. Auch bei uns werden zunehmend Online-Kanäle gestest. Im Wein höre ich immer öfter, daß man statt Anzeigen in Print-Medien auf Banner-Werbung oder Blog-Artikel im Internet setzt. In den USA haben vor allem Blogs einen viel höheren Stellenwert als bei uns – es gibt also noch Hoffnung für deutsche Blog-Betreiber. Erfreulich: die Top-Scorer werden ja heute schon mit bezahlten Anzeigen bedacht.

 

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