Weinmarkt: Interesse für Wein nimmt weiter ab

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Immer weniger Haushalte kaufen Wein foto:Polycart/flickr

Im ersten Quartal 2011 ist die Anzahl der Käuferhaushalte für Wein weiter zurückgegangen. Die Konsumenten stehen weiterhin auf der Bremse. Kauften im ersten Quartal 2010 noch 35% der Haushalte regelmäßig Wein, sind es jetzt nur noch 34%. Das sieht nicht sehr dramatisch aus, bedeutet aber, daß der Anteil der weinkaufenden Haushalte jetzt bereits im vierten Jahr rückläufig ist. 2007 gehörten im ersten Quartal noch 38% zu den Weinkäufern.

Bei der Betrachtung der Einkaufsmengen wurde im Vergleich zum 1. Quartal 2010 ein Prozent weniger Wein gekauft, wobei deutsche Weine deutlich schwächer nachgefragt wurden, ausländische Weine dagegen ein leichtes Mengenplus aufweisen. Dies dürfte auf die kleine Ernte 2010 und die damit verbundenen Preiserhöhungen beziehungsweise die veränderte Angebots- und Aktionspolitik des Handels zurückzuführen sein. Bei den ausländischen Herkünften konnten vor allem die Italiener zulegen: im ersten Quartal sind sie mit jetzt 17% dabei, das bedeutet ein Wachstum um 3%. Die Franzosen (16%) legten um 2% zu, die Spanier (9%) immerhin um 1%.

In der Umsatzentwicklung im 1. Quartal, ist ein ein leichtes Plus von einem Prozent zu verzeichnen. Auch hier liegen die ausländischen Weine leicht im Plus, die heimischen Weine konnten immerhin die massiven Verluste der letzten Quartale stoppen und das Umsatzniveau des Vorjahresquartals halten.

Weniger Käuferhaushalte, rückläufige Menge bei steigendem Umsatz – insgesamt kaufen weniger Kunden weniger Wein zu höheren Preisen. So läßt sich die Situation kurz und knapp beschreiben.

Die Zahlen beziehen sich auf die Käufer und Einkäufe im LEH und Discount und wurden von GfK ConsumerScan im Auftrag des Deutschen Weininstituts ermittelt. Nachzulesen sind sie im letzten Mafo-Brief des DWI vom 21.06.11.

Der Fachhandel wird von der Erhebung nicht erfaßt – die Stimmung und auch die Zahlen sind dort aber durchwegs positiv. Überraschend gut präsentierten sich wohl die Monate April und Mai – so ist es zumindest aus Gesprächen mit zahlreichen Fachhändlern zu entnehmen.

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