Social Media: If it don’t make Dollars – it don’t make sense

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If it don’t make Dollars – it don’t make sense

If it don’t make Dollars – it don’t make sense foto:Markusram/flickr

If it don’t make Dollars – it don’t make sense“ das ist ein Satz, den Dan Zarella gerne am Ende seiner Seminare bringt. Der Social Media Scientist rät, alle Aktivitäten in Social Media oder Email-Marketing daran zu messen, ob sie tatsächlich helfen, Umsatz zu generieren. Wenn sie das nicht tun – solle man dort nicht weiter investieren.

Gemessen an dem, was einem zur Zeit aus allen Agenturen entgegenschallt, hört sich das sehr, sehr einfach an. Ist es auch – und gerade deswegen kann es bei Entscheidungen wie Einsteigen – Weitermachen oder Aufhören sehr hilfreich sein. Es hat etwas von der Schärfe des Ockhamschen Messers: halte dich immer an die einfachste Theorie, die einen Sachverhalt zureichend erklärt. Wenn sich für dein Business auf Facebook kein Geld verdienen läßt, laß es bleiben!

Allein die Tatsache, daß dort 15 Millionen Deutsche registriert sind, ist noch kein Grund, dort auch präsent zu sein, wenn ich Wein schwerpunktmäßig an 40 – 60 jährige männliche Zeitgenossen verkaufen will. Die sind nämlich dort unterrepräsentiert, wie wir hier unlängst aufzeigten.

Zuhören, Influencer identifizieren, Mitdiskutieren, Vertrauen aufbauen – das alles sei messbar, heißt es aus dem Agenturwald und so steht es in den Social Media Büchern. Der Erfolg lasse sich messen an der Anzahl der Freunde und Follower, an der Zahl und Qualität der Kommentare, an der Viralität der Beiträge. Die Tonalität von Tweets und Postings wird sozio-linguistisch untersucht und die Veränderung der Stimmung vor, während und nach dem Social Media-Programm analysiert. Ist das alles Kaffeesatz-Leserei? Ist es nicht – das ist Teil der Marktforschung im Web 2.0.

Aber warum soll im Web alles anders funktionieren als im richtigen Leben? Wenn mir meine Marktforschung sagt, daß meine Kunden über das Medium X nicht zu erreichen sind, dann probiere ich einen anderen Weg. Warum soll ich mich auf Facebook oder Twitter abmühen, wenn meine Webseite, mein Shop und mein Email-Marketing funktionieren und noch ausbaufähig sind? Weil Twitter und Facebook die Zukunft sind?

Diese Zukunft werde ich nur erleben, wenn ich in der Zwischenzeit genug Geld verdiene. Also doch:  If it don’t make Dollars – it don’t make sense!

Jetzt wird mancher fragen: „Herr Pleitgen, wenn das doch alles nichts ist – warum sind Sie selbst dann in diesen Kanälen aktiv?“ Ganz einfach: weil ich einen großen Teil der Wein-Profis in Deutschland auf diesem Weg erreiche – denn die sind bereits dort, wo die Wein-Kunden bislang noch nicht sind.

Übrigens: Altimeter Group befragte kürzlich 140 Social Media Verantwortliche großer Unternehmen nach ihren wichtigsten internen Zielen für 2011: fast die Hälfte (48,3%) wollen endlich wissen, was ihnen Social Media bringt und arbeiten an zuverlässigen ROI (return on investment) Messgrößen.

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Ein Kommentar

  1. Jedem Markenunternehmen kann man die Vorteile sich im Social Media zu engagieren in wenigen Sätzen erklären.
    Hierzu einfach zwei Schlagwörter:
    „Dell hell“&“Krisenprävention“

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