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Beiträge zum Thema “Obama”

Obama Grafitti in Brooklyn

Obama Grafitti in Brooklyn foto:EricaJoy/flickr

Das Öl im Golf  und Obamas Rede an die Nation. Vielen war sie zu schwach, zuwenig führend, zuwenig Stärke und Macht demonstrierend. Reymer Klüver in der Süddeutschen sehnt sich fast nach einem George W. Bush zurück, der mit dem Megafon auf den rauchenden Trümmern des World Trade Centers stand.

Er vergißt dabei, daß Lesen Sie weiter »

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In der US Presse wurden jetzt die Weine zu Obamas Amtseinführung veröffentlicht. Seit der Amtszeit von Lyndon Johnson sind dies immer amerikanische Weine.

Obama in Berlin foto:JerrySocoa/flickr

Obama in Berlin foto:JerrySocoa/flickr

Bei dem offiziellen Mittagessen gibt es Duckhorn Vineyards 2007 Sauvignon Blanc zu einem Seeafood Stew, zum zweiten Gang “American birds” (Fasan und Ente) wird ein Goldeneye 2005 Pinot Noir serviert und zum Dessert, einem Apfel-Zimt Biskuit Törtchen, ist ein Korbel Natural “Special Inaugural Cuvee” (Schaumwein) vorgesehen. Alle drei Weine kommen aus Kalifornien.

Die anderen Weinbauregionen werden bei den folgenden Veranstaltungen berücksichtigt: am Montag werden bei der Gala zu Ehren Obamas zwei Weine von Barboursville Vineyards aus Virgina gereicht: der Octagon Eighth Edition 2005 (Merlot, Cabernet Franc, Nebbiolo) und ein Cabernet Franc Reserve 2006.

Bei dem Empfang des Staates Illinois für die Obamas wird beim First Lady’s Toast mit einem Schaumwein von Cooper’s Hawk Winery & Restaurants, einem der größten Produzenten aus Illinois, angestossen.

Kendall-Jacksons hatten nach einer Obama-Homestory in “People”, bei der auf dem Küchentisch des President-elect eine ungeöffnete Flasche ihres Chardonnay zu sehen war, gleich mehrere Kisten ins Weisse Haus geschickt. Die tauchen jetzt nicht mehr auf.

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“wine-track-voters” halfen Obama auf dem Weg ins Weiße Haus, schrieb die Chicago Tribune in einer Analyse der Obama Kampagne. Gemeint ist: Obama kam gut an bei besser gebildeten, einkommenstärkeren Schichten, zu deren Lifestyle eben auch Wein gehört. Die Ironie will es, so Chicago Tribune, daß Obama viel schwerer Zugang zu “Joe Sixpack” fand, für den er sich in seiner Karriere als Senator immer wieder stark gemacht hatte. So wundert es dann auch nicht, daß es beim Spendensammeln für Obama Weinveranstaltungen, Wein&Käse-Events und eine ganze Reihe Obama Weine gibt.

foto:riptheskull/flickr

foto:riptheskull/flickr

Als er im in einer Homestory im People Magazine las, daß auf Obamas Küchentisch eine Flasche Kendall-Jackson Chardonnay stand, schickte Jess Jackson sofort einige Kisten nach Washington. Und machte daraus eine vielbeachtete und zitierte Pressemeldung. Marketingtechnisch gesehen: gelungenes Productplacement. Obama soll einen privaten Weinkeller mit ca. 1.000 Flaschen haben und Rotwein bevorzugen. Warum sollte man in Zeiten, in denen ausgiebig über “first dogs” diskutiert wird nicht auch über “first wine” reden?

Megan Haverkorn von Wine & Spirits Daily merkte dazu an, der Wein-Coup wäre nicht das erste Productplacement im Weißen Haus. Vor Obama hätten schon andere Präsidenten etwas in dieser Richtung bewirkt: Jimmy Carter für Erdnüsse, Ronald Reagan, der überall Fruchtgummis verteilte und Bill Clinton, der oft bei McDonalds gesichtet wurde.

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George W. Bush, Barack Obama, Arbeitsplatzverlust, Krise, Krieg, Unfall und Umweltkatastrophe. Alles in einem 1:50 min Spot. Auch noch witzig und “Change”-motivierend? Eigentlich undenkbar.
Und doch möglich: diese Produktion wurde in den USA von AdAge diese Woche unter die besten 5 in der Rubrik “Creativity” gewählt. Für manchen sicher grenzwertig, aber ein Beispiel, wie nah Werbung am Lebensgefühl in Situationen “ganz unten” sein kann, ohne den Zeigefinger zu heben. Leider ist eine ähnlich gut gemachte Kampagne zum Thema “Genuß und Verantwortung” in deutschen Kinos (finanziert von der Wein- und Spirituosen-Branche) eine Fiktion. Die Vorlage für den Spot war übrigens eine Budweiser-Werbung, die in den US Kultstatus hat.

Was Marketer aus den aktuellen Wahlkampagnen lernen können? Al Ries vergleicht in seiner Kolumne Obama/Clinton/McCain mit dem ewigen Coca Cola / Pepsi Rennen: Pepsi ist innovativ aber wechselte zu oft die Claims. Zu viele wechselnde Slogans sind schädlich, weil verwirrend.  Von BMW kann man lernen, wie man mit Beharrlichkeit und Einfachheit Begriffe für sich besetzt: Freude am Fahren.  Obama schaffte es verständlich zu bleiben, eindeutig Position zu beziehen und durch Beharrlichkeit die Themen zu bestimmen. Mit seinem “Change” gab er die zentrale Vorgabe, an der sich sowohl Hillary Clinton als auch McCain erfolglos versuchten.

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