Weinfachhändlertag in der Aula am Bildungscampus Heilbronn

Weinfachhandel – wo geht die Reise hin?

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Der Weinfachhändlertag in Heilbronn versucht in diesem Jahr die Brücke zu schlagen von den Alltagssorgen des Fachhändlers zur Zukunft des Weinfachhandels und zur Zukunft des Weins insgesamt.

Weinfachhändlertag in der Aula am Bildungscampus Heilbronn

Weinfachhändlertag in der Aula am Bildungscampus Heilbronn Foto: Jan Bertram,Wein+Markt

Im Folgenden seien einige der Themen angerissen – zum vollständigen Programm des Weinfachhändlertages geht es hier.

Mitarbeiter

Wie der gesamte Einzelhandel ist auch der Weinfachhandel von Personal-Nöten geplagt. In mehrfacher Hinsicht stellt sich die Situation aber noch etwas schärfer dar, als zum Beispiel im Lebensmittelhandel. Hier geht es nicht um Äpfel und Birnen oder Milch und Zucker, sondern um ein extrem erklärungsbedürftiges Produkt, dass dem Kunden idealerweise persönlich nahegebracht werden sollte. Gefordert wird von dem Mitarbeiter also viel Wissen und Engagement. Zudem soll er auch noch die administrativen Abläufe des Geschäftes beherrschen: Kasse, Abrechnung, Warenwirtschaft, …. Geboten wird häufig ein Teilzeit-Job mit einem Teilzeitgehalt. Schon bei der Finanzierung von Aus-und Weiterbildung wird es schwierig …

In Heilbronn wird es zu diesen Themen einen Austausch unter Praktikern geben.

Wem gehört die Zukunft des Weinhandels?

Auch wenn man zum Beispiel in einigen Viertel in Berlin den Eindruck hat, an jeder Ecke gebe es gleich mehrere Weinläden oder Weinbars – dann darf das nicht als Maßstab für den Erfolg der Branche genommen werden. Nach Schätzungen eines langjährigen Marktbeobachters haben allein in Berlin in den vergangenen 20 Jahren etwa 300 Läden auf- und wieder zugemacht. Während auf der einen Seite die Fluktuation groß ist, wachsen die Systemer wie Jacques‘ oder Rindchen weiter und stürzen sich Inliner wie VICAMPO gleich mit einer ganzen Kette ins stationäre Geschäft. Gleichzeitig rüsten vor allem die Selbstständigen bei EDEKA und REWE im Wein bei den Punkten Sortiment, Präsentation und Personal auf und übernehmen vielerorts die Funktion des Fachhandels.

Bei diesem Heiß diskutierten Thema steht Jacques‘ Geschäftsführer Alexander Borwitzky  zusammen mit EDEKA Weinfachmann Thomas Krause und profilierten Weinfachändlern dem Plenum Rede und Antwort.

Zukunft des Weins

Auch wenn es Einige nicht wahrhaben wollen, der Klimawandel ist bereits in vollem Gange. Gerade die Weinwirtschaft trifft es in besonderer Weise. Während sich auf der einen Seite Winzer freuen, dass sich in unseren Gefilden mit gutem Erfolg heute Rebsorten anbauen lassen, die eigentlich in wärmeren Gegenden zuhause sind, müssen wir feststellen, dass der Vegetationszyklus unserer heimischen Rebsorten – allen voran der Riesling – immer weniger zu den veränderten Jahreszeiten passt. Ein Grund, sich nicht nur Gedanken über neue Rebsorten zu machen, sondern diese auch aktuell zu entwickeln und zu testen. Ebenso verlangen Umwelt und Arbeitskräftemangel neue Methoden der Bewirtschaftung – Stichworte PIWIs und Minimalschnitt. Forschung und Wissenschaft sind diese Themen bereits vor einiger Zeit angegangen.

Der Weinfachhändlertag bringt in Zeiten von Fridays-for-Future  ein Update. Mit Prof. Dr. Hans Reiner Schultz von der Hochschule Geisenheim University kommt einer der profiliertesten deutschen Experten nach Heilbronn.

Der Kongress für die deutschen Weinfachhändler ist eine Initiative von WEIN+MARKT, Hochschule Heilbronn und der Weinakademie Berlin.

Auftakt ist am 13. Oktober exklusiv und kostenfrei für stationäre Weinfachhändler im Mercure Hotel in Heilbronn mit einer Wein- und Spirituosen-Präsentation unserer Sponsoren, Preisverleihung DWI-Fachhandelspreis 2019 und anschließendem Fachhändlerabend.

Der Kongress nur für Weinfachhändler findet statt

Weinfachhändlertag 2019
Montag 14. Oktober
9h00 – 17h00
Aula am Bildungscampus
Europaplatz Heilbronn

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