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Wir müssen reden

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Wenn am 11. Oktober unser Weinfachhändlertag stattfindet, dann ist das auch dem Bedürfnis geschuldet, dass man dringend mal wieder miteinander reden muss. In der ersten Phase der Corona-Krise war jeder auf sich allein gestellt. Niemand wusste, wer, wo, wann oder ob überhaupt geöffnet haben durfte.

Und so wie heute immer noch, waren die Regelungen von Land zu Land, von Stadt zu Stadt unterschiedlich. Da hat es geholfen, sich schnell mit Kollegen auszutauschen.

The Squaire, Tagungsort Weinfachhändlertag 2020

Später kamen dann beim einen Händler die Kunden in Massen – es schien als gebe es ein zweites  Weihnachten im Frühjahr. Beim anderen brach das Geschäft weitgehend zusammen – weil er hauptsächlich Gastronomen als Kunden hatte. Vieles funktionierte auf einmal ganz anders. Lange Jahre als Zukunftsstrategie angesehene Geschäftsmodelle erwiesen sich in der Krise als obsolet: Weinhandel mit Gastrobelieferung, das Hybridmodell Weinbar / Weinladen oder die Orientierung auf Veranstaltungen rund um den Wein.

Wie geht es weiter?

Wie geht es weiter? Der eine hat sich schnell eine Online-Plattform geschaffen und ein Liefermodell aufgebaut. Der andere hat sein Sortiment umgestrickt und lebt heute von Prosecco und Aperol-Spritz statt von Orange-Weinen und Biodynamie aus Italien. Viele kennen sich jetzt mit Zoom und Webex aus und wissen um die Möglichkeiten aber auch die Grenzen virtueller Verkostungen.  

Beim Fachhändlertag wollen wir eine Bestandsaufnahme machen und miteinander reden. Niemand hat das Patentrezept für die aktuelle Situation und vor allem für das Kommende. Da hilft es, sich auszutauschen, Fragen offensiv anzugehen und vielleicht das ein oder andere Szenario zu entwickeln.

Jede Menge Fragen

Hier ein paar Fragen, die sich nach einem guten halben Jahr Corona für den Weinhandel stellen.

Was bleibt von der Krise- was bleibt von den Entwicklungen der letzten Wochen und Monate? Bleibt die Scheu vor Nähe und Berührung? Wie schaffen wir es, trotzdem mehr Nähe zu unseren Kunden herzustellen?  Werden die Gäste in die Gastronomie zurückkehren oder weiterhin zu Hause essen und trinken? Viele (auch ältere Kunden) haben Erfahrungen mit dem Online-Bestellen und der Belieferung gemacht – werden sie dabei bleiben und verstärkt diesen Kanal nutzen? Müssen wir lernen unsere Kunden dauerhaft auch online zu unterhalten – warum soll ich zu einer Veranstaltung gehen, weite Wege auf mich nehmen, wenn ich den Spaß auch zuhause haben kann? Was ist zu tun, wenn im Herbst/Winter die Corona- zu einer Wirtschaftskrise wird mit Entlassungen und Arbeitslosigkeit? Was ist mit dem (für einige) wichtigen Präsentgeschäft zum Jahresende?

Corona ist nicht die einzige Herausforderung

Und dann: fridays for future ist nicht vorbei – wir wissen jetzt, welche unmittelbaren Folgen für jeden Einzelnen eine globale Krise bringen kann. Die Klimakrise steht weiter auf der Tagesordnung und die Öffentlichkeit dürfte weitaus stärker sensibilisiert sein. Nicht nur Politikern wird zukünftig mehr auf die Finger geschaut – auch die Wirtschaft muss beweisen, dass sie bereit ist zu handeln. Wie sieht es dann mit der Nachhaltigkeit in Wein-Erzeugung und Handel aus?

Corona hat gezeigt, wie wichtig persönliche Gesundheit und Fitness ist. Das erschöpft sich nicht im Spazierengehen, Wandern oder Radfahren. Da geht es auch um Essen und Trinken.  Welche Konzepte haben wir, wenn es um Well-Being und Spaß ohne oder mit weniger Alkohol geht?     

Weinfachhändlertag 2020 – Wann, Wo, Wie

Damit wir miteinander reden können, findet der Weinfachhändlertag diesmal in geänderter Form  und mit dem obligatorischen Hygiene- und Abstandskonzept am Flughafen Frankfurt statt. Veranstalter sind wie in der Vergangenheit die Hochschule Heilbronn, das Wirtschaftsmagazin Wein+Markt und die Weinakademie Berlin. Die bisherige Resonnanz auf unsere Veranstaltung spricht dafür, dass das Bedürfnis miteinander zu reden groß ist.

Sonntag, den 11. Oktober 2020, 10 bis 18 Uhr. The Squaire am Flughafen in Frankfurt besitzt ein eigenes Parkhaus, das auf der Zufahrt zum Flughafen ausgeschildert ist. Wer mit dem ICE anreist, braucht nur zwei Rolltreppen höher zu fahren und wer nach Frankfurt geflogen kommt, hat 10 Minuten Fußweg vor sich. Die Veranstaltung ist dieses Jahr ausschließlich Fachhändlern vorbehalten. Die Teilnahme ist ausnahmsweise kostenlos aber nur bei verbindlicher Anmeldung möglich (Corona-Maßnahme). Hier geht es zur Anmeldung.

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