WSET Advanced Certficate Kurs Tag 4

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Bevor es heute mit Frankreich losgeht, widmen wir uns noch etwas dem Thema „Wein und Speisen“. Es kommt nicht von ungefähr, dass dieses Thema in allen WSET Kursen angesprochen wird. Gerade im eintägigen Foundation Kurs für Aushilfen und Teilzeitkräfte nimmt es viel Raum ein. Manch Aussenstehendem erscheint das doch mehr ein Thema für Liebhaber. Aber jeder, der im Weinhandel tätig ist, kennt die Situation: 85% der Kunden-Gespräche beginnen damit, dass ein Wein zum Essen gesucht wird! „Ich habe am Samstag Freunde zum Grillen eingeladen…“ oder „Wir wollen mal wieder einen Fisch machen…“. Da ist es gut, wenn man ein paar Grundregeln beherrscht.

Thema Frankreich mit Peter Dreykluft

Thema Frankreich mit Peter Dreykluft

Von den Advanced Teilnehmern wird erwartet, dass sie etwas mehr könnensie müssen begründen, warum welcher Wein zu welcher Speise paßt. Gewicht, Stil, Aromen spielen eine Rolle. Wie verhalten sich Süsse im Wein und Süsse in der Speise, addieren sich Säure und Säure oder ist der Kontrast interessant? Was ist mit scharfen Speisen und Gewürzen? Am Ende der Lektion werden die bisher im Kurs probierten Weine mit den Speisen eines (leider) fiktiven Menüs kombiniert.

Ab halb elf gehört der Rest Tages den französischen Anbaugebieten und ihren Weinen. Den Frankreich-Part hat Peter Dreykluft aus Hamburg übernommen. Er unterrichtet an der Hotelfachschule Französisch und ist für Weine und Spirtuosen zuständig. Er war selbst bereits bester Champagner-Ausbilder und seine Studenten haben schon mehrfach Wettwerbe gewonnen.

Um die französischen Weinregionen und die Typizität ihrer Weine zu verstehen, ist es wichtig, die Geografie und die unterschiedlichen kimatischen Einflüsse zu kennen. An der Loire, in Bordeaux und im Südwesten vom Atlantik bestimmtes Klima, kontinentale Einflüsse im Burgund und mediterranes Klima im Midi. Dazu die dem Klima entsprechenden Rebsorten: Beispiel Sauvignon an der Loire und in Bordeaux, Chardonnay in Burgund und im Süden. Die Weinstile entstehen aus Zusammenwirken von Klima und Rebsorte. Siehe Chardonnay im Chablis und im Süden.

Ganz so einfach ist es natürlich nicht: je mehr man ins Detail geht, desto komplizierter scheint es zu werden. So geht der Tag schnell vorbei mit Bordeaux, den verschiedenen Klassifikationen und deren Geschichte. Wie steht es jetzt aktuell mit den Cru Bourgeois und dem Landwein aus Bordeaux? Die Loire und ihre Regionen, das Rhonetal mit Nord und Süd, Syrah und Grenache sind gut zu verstehen. Sperrig wie immer: Burgund. Das scheint ein Thema für Spezialisten zu sein (und zu bleiben). Zum Schluß noch der Sonderfall Elsaß und das weite Rund am Mittelmeer. 23 Weine werden nach dem WSET Schema verkostet, beschrieben und bewertet.

Am Ende noch einmal die Bitte von Peter Dreykluft, sich bei der Prüfungsvorbereitung Frankreich noch einmal genz genau anzuschauen. Eine der Regionen kommt mit schöner Regelmäßigkeit als Schwerpunktthema in den „offenen Fragen“ der Prüfung vor. Bei den offenen Fragen kann man nicht mit „ja“ oder „nein“ antworten. Die Fragen müssen in wenigen präzisen Sätzen beantwortet werden. Hier gilt es zu zeigen, daß man sich in der Sache auskennt und sein Wissen umsetzen kann.

Mogen ist Prüfungstag! Deshalb gibts heute keine langen Gespräche mehr zum Abschluß. Jeder möchte so schnell als möglich ins Studierzimmer zu seinen Büchern und Aufzeichnungen.

Lesen Sie auch die Berichte zum Tag 1 und Tag 2 und Tag 3 des Seminars!

Hier gehts zu den Details des WSET Advanced Kurses!

Der nächste Wochenkurs in Berlin findet vom 26.-30. August statt.

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